Justine M'Poyo Kasa-Vubu (geb. 14. April 1951) ist eine Politikerin in der Demokratischen Republik Kongo. Se ist Anführerin einer kleinen politischen Partei, der Mouvement des démocrates congolais (Bewegung der Kongolesischen Demokraten), für welche sie bei den Wahlen 2006 als Präsidentschaftskandidatin antrat.
Leben Sie ist die Tochter von Joseph Kasavubu,Thomas Turner: The Congo Wars: Conflict, Myth and Reality. google books Zed Books 2007. ISBN 978-1-84277-689-6 des ersten Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo.
Sie kandidierte bei den kongolesischen Präsidentschaftswahlen im Juli 2006, erhielt aber im ersten Wahlgang nur 0,44 % der Stimmen.
Nach dem Tod ihres Vaters und der Machtübernahme von Mobutu Sese Seko (Joseph-Désiré Mobutu) ging sie mit ihrer Familie ins Exil, zunächst nach Algerien und dann in die Schweiz, wo sie ihr Studium abschloss. Schließlich ließ sie sich in Belgien nieder und absolvierte dort die Katholische Universität Löwen (UCL). Sie arbeitete in Genf für den UN-Hochkommissar für Flüchtlinge. Danach kehrte sie nach Belgien zurück, um ihre Arbeit am Zentrum für Katastrophenepidemiologie und im Bereich Zentralafrikastudien an der Université libre de Bruxelles (ULB) fortzusetzen.Emizet Francois Kisangani, Scott F. Bobb: Historical Dictionary of the Democratic Republic of the Congo. Scarecrow Press 2009. google books ISBN 978-0-8108-6325-5
mini|Kasa-Vubu überreicht ihr Beglaubigungsschreiben als Leiterin der kongolesischen Mission bei der Europäischen Kommission, 1997 1991 trat sie der Union pour la Démocratie et le Progrès Social (Union für Demokratie und sozialen Fortschritt, UDPS) von Étienne Tshisekedi bei, der wichtigsten Oppositionspartei gegen Joseph Mobutu. Am 22. Mai 1997 wurde sie zur Ministerin für den öffentlichen Dienst in der ersten Regierung von Laurent-Désiré Kabila ernannt.Gerard Prunier: Africas World War: Congo, the Rwandan Genocide, and the Making of a Continental Catastrophe. Oxford University Press 2011. google books ISBN 978-0-19-970583-2 Sie wurde zur Botschafterin der Demokratischen Republik Kongo in Belgien ernannt. Nach Meinungsverschiedenheiten mit Laurent-Désiré Kabila trat sie von diesem Amt zurück.
Im Jahr 2013 war sie Mitglied der Partei Mouvement des Démocrates. Im Gegensatz zu anderen Oppositionsparteien war sie bereit, Gespräche mit Kabila zu führen. Ihre Arbeit wurde überschattet von politischen und familiären Konflikten.
Werke Joseph Kasa-Vubu mon père: de la naissance d’une conscience nationale à l’indépendance. Brüssel 1985. Kasa-Vubu et le Congo indépendant. (1960–1969), LeCri, Brüssel 1997. ISBN 978-2-87106-185-4 Douze mois chez Kabila. Le Cri, Brüssel 1999. ISBN 978-2-87106-209-7 Sommes-nous décolonisés?. Paris-Brüssel, Castells–Labor 2000. ISBN 978-2-912587-38-1
Einzelnachweise
Weblinks
Offizielle Homepage: justine-mpoyo-kasa-vubu.com voiceofcongo.net congonline.com Archivlink emmanuel1ngeleka.wordpress.com
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