Maria Laina (; * 1947 in Patras; † 27. Dezember 2023 in Athen) war eine griechische Dichterin, die 2022 mit dem Großen Literaturpreis Griechenlands geehrt wurde.

Leben und Karriere Maria Laina wuchs in Patras auf und zog im Alter von 9 Jahren mit ihrer Mutter nach Athen. Mit 17 Jahren schrieb sie eigenen Angaben zufolge ihr erstes Gedicht. Sie studierte zwar Jura an der Universität Athen, nutzte ihre Studien aber nie für eine berufliche Karriere, sondern unterrichtete Neugriechisch an einer Schule, arbeitete als Texterin, Lektorin, Übersetzerin aus dem Englischen, als Drehbuchautorin für Fernsehsendungen sowie als Moderatorin in Sendungen des griechischen Hörfunks zu literarischen Themen.

Die Gedichtsammlung Ihr () von Maria Laina beinhaltet Momentaufnahmen aus dem Leben einer Frau, inspiriert unter anderem von Peter Handkes Novelle Die linkshändige Frau.

In ihrem letzten Werk Wie schön das Leben doch ist () geht es um eine Frau, die sich in einem Monolog mit ihren Erinnerungen und ihrer Einsamkeit auseinandersetzt, um eine tief empfundene Beichte über die Traurigkeit, aber auch um die Freude des Lebens.

Über die englische Übersetzung ihres Gedichtbandes Rhodischer Schrecken (Rose Fear) schrieb die Greek News Agenda: „A moving, vivid collection of verse … follows in the Sapphic vein: fragmented, prophetic, and emotionally charged. Like a grim fairytale, Laina’s silvery lullaby lyricism morphs into beautifully dark chants and hanging, haikulike scenes as it moves between voices and scraps of stories, complicating and recoloring the feeling of fear itself.“ (Eine bewegende, lebendige Gedichtsammlung … folgt der sapphischen Tradition: fragmentarisch, prophetisch und emotionsgeladen. Wie ein düsteres Märchen verwandelt sich Lainas silberne Wiegenlied-Lyrik in wunderschön-düstere Gesänge und schwebende, haikuartige Szenen, während sie sich zwischen Stimmen und Bruchstücken von Geschichten bewegt und das Gefühl der Angst selbst verkompliziert und neu einfärbt.)

Ihre Gedichte wurden ins Englische, Französische, Spanische, Deutsche, Schwedische, Finnische, Bulgarische, Jüdische und in andere Sprachen übersetzt.

Auszeichnungen 1993 Staatlicher Literaturpreis für Poesie für Rhodischer Schrecken 1995 Preis der Stadt München für die deutsche Übersetzung des Gedichtbandes Rhodischer Schrecken, ins Deutsche übersetzt von Dadi Severi-Speck 1996: Kavafis-Preis 1998 Maria-Kallas-Preis des dritten Programms des griechischen Staatlichen Rundfunks 2014 Preis der Stiftung Kostas & Eleni Ourani für ihr Gesamtwerk 2022 Großer Literaturpreis für ihre Gesamtwerk

Veröffentlichungen (Auswahl) Eigene Werke (Erwachsenwerden). Gedichtband, Athen 1968. . Gedichtband. Kedros, Athen 1970. (Ortswechsel). Kedros, Athen 1972 (Ihr). Kastaniotis 1985, ISBN 978-960-033168-4. Hers. Bilingual Edition, Englisch von Karen Van Dyck, World Poetry Books, 2022, ISBN 978-1-954218-00-0. . Gedichtband. Kastaniotis, 1993, ISBN 978-960-030757-3. Rhodischer Schrecken. Deutsch von Dadi Severi-Speck, 1995. Rose Fear. Bilingual Edition, Englisch von Sarah McCann, World Poetry Books, 2017, ISBN 978-0-9992613-1-6. . (Wie schön das Leben doch ist), Novelle, Patakis, Athen 2020, ISBN 978-960-16-8566-3.

Übersetzungen aus dem Englischen (ABC of Reading) von Ezra Pound, 1974. (Bliss) von Katherine Mansfield, 1981. (On Poetry and Poets) von Thomas Stearns Eliot, 1982.

Einzelnachweise

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