mini|California African American Museum (2015) Das California African American Museum (CAAM) ist ein Museum im Exposition Park in Los Angeles. Es widmet sich der Erforschung, Sammlung, Bewahrung und Vermittlung der Geschichte, Kunst und Kultur afroamerikanischer Menschen mit einem Fokus auf Kalifornien und den Westen der Vereinigten Staaten.
Geschichte Die Institution wurde 1977 vom Staat Kalifornien gegründet und eröffnete 1981 zunächst in provisorischen Räumen im heutigen California Science Center, das damals noch California Museum of Science and Industry hieß. Das heutige Gebäude im Exposition Park wurde 1984, während der Olympischen Sommerspiele in Los Angeles, eingeweiht. Die erste Museumsleiterin war Aurelia Brooks. Der Historiker Lonnie Bunch kuratierte die Eröffnungsausstellung „The Black Olympians 1904–1984“ und wurde später Gründungsdirektor des „Smithsonian National Museum of African American History and Culture“. mini|California African American Museum (Eingang) Das ursprüngliche Museumsgebäude wurde von den afroamerikanischen Architekten Jack Haywood und Vince Proby entworfen. Es umfasst mehrere Ausstellungsräume, eine Theatergalerie sowie einen großen Skulpturenhof. Die Gesamtfläche des Gebäudes beträgt rund 4100 Quadratmeter. Bereits in den 2010er Jahren gab es Planungen für eine umfangreiche Erweiterung und Renovierung, bei der das Büro Huff + Gooden als Lead-Design-Architekt benannt wurde.
Sammlung Die Sammlung des California African American Museum (CAAM) umfasst mehr als 5000 Objekte aus der Zeit vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie beinhaltet Gemälde, Fotografien, Filme, Skulpturen, historische Dokumente und Artefakte. Der zeitliche und inhaltliche Rahmen reicht von Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts über moderne Kunst bis hin zu zeitgenössischen Mixed-Media-Arbeiten, die sich mit kulturellen und politischen Ereignissen auseinandersetzen.
Zu den ersten Erwerbungen des Museums gehörten eine Bronze-Büste der Bürgerrechtsaktivistin Mary McLeod Bethune, geschaffen von dem Bildhauer Richmond Barthé, sowie eine Skulptur der Künstlerin Maren Hassinger, die sich zu diesem Zeitpunkt am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn befand. Einen Schwerpunkt bilden Werke, die von afroamerikanischen Künstlerinnen und Künstlern geschaffen wurden oder einen Bezug zu Afroamerikanern in Kalifornien und im Westen der Vereinigten Staaten haben. Darüber hinaus besitzt das Museum bedeutende Bestände zeitgenössischer Kunst aus der afrikanischen Diaspora, darunter Arbeiten aus Haiti, Brasilien und Jamaika, sowie traditionelle afrikanische Kunst aus West-, Zentral- und Subsahara-Afrika. Ziel der Sammlung ist es, die vielfältigen Beiträge afroamerikanischer Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten zu dokumentieren und zugleich historische Einflüsse auf gegenwärtige Identitätsfragen sichtbar zu machen.
Zu den dokumentarischen Beständen zählen unter anderem die Walter-Burrell-Sammlung mit Tonaufnahmen von Interviews, die Burrell Anfang der 1970er Jahre mit afroamerikanischen Persönlichkeiten für einen lokalen Radiosender führte, die Oral-History-Aufzeichnungen von Celes King, einem lokalen Bürgerrechtsaktivisten und ehemaligen Tuskegee Airman, sowie ausgewählte Werke aus dem Nachlass des bildenden Künstlers John Outterbridge.
Literatur
Omari L. Dyson (Herausgeber), J. L. Jeffries (Herausgeber), Kevin L. Brooks: African American culture – An encyclopedia of people, traditions, and customs. Santa Barbara, California, 2020.
Weblinks
Website des Museums Sammlung Architect Magazine California African American Museum, Los Angeles, California, 2011
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstmuseum in den Vereinigten Staaten Kategorie:Museum in Los Angeles Kategorie:Museumsgründung 1977 Kategorie:Afroamerikanische Kultur