mini|Verbreitungsgebiet des Schmalschnabelvireos
Der Schmalschnabelvireo (Vireo gracilirostris) ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).Schmalschnabelvireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 7. Januar 2026.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Der Vogel ist endemisch auf Fernando de Noronha.
Die Art wurde als konspezifisch mit dem Rotaugenvireo (Vireo olivaceus) angesehen und als Vireo olivaceus gracilirostris bezeichnet,E. R. Blake, J.C. Greenway, T.R. Howell, G.H. Lowery, E. Mayr, B.L. Monroe, A.L. Rand und M.A. Traylor, Jr.: Check-list of birds of the world: a continuation of the work of James L. Peters, Band 14, S. 123, 1968, Biodiversity Library unterscheidet sich jedoch durch wesentlich mattere Färbung, durch längeren und schmaleren Schnabel, kürzere Handschwingen und eine bräunliche Iris.
Der Lebensraum umfasst baum- und buschbestandene Flächen, Gärten, auch Feigenbäume und Sekundärwald.D. Brewer: Noronha Vireo (Vireo gracilirostris), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo gracilirostris
Der Artzusatz kommt von und .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Die Art ist 14 cm groß und wiegt 11 bis 25 g. Kopfkappe und Oberseite sind schmutzig grauoliv, nach hinten zu mehr grünlich, ebenso am Bürzel und Schwanz. Die Zügel sind bräunlich, der Überaugenstreif gelbbraun. Die Hand- und Armschwingen haben grünliche Ränder an den Außenfahnen. Kehle und Unterseite sind matt gelblich bis weiß. Die Iris ist bräunlich, der Schnabel bräunlich bis hornfarben an der Spitze und der Oberseite, unten heller. Die Beine sind hell bläulich grau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind am Kopf, Rücken und den Flügeldecken rostbraun.
Der Vogel unterscheidet sich vom Rotaugenvireo (Vireo olivaceus) durch mattere Färbung, bräunliche Iris, einen erkennbar längeren und dünneren Schnabel, einen etwas längeren Schwanz und mehr gerundete Flügel mit kürzerer Handschwingenprojektion.Storrs L. Olson: The Endemic Vireo of Fernando de Noronha (Vireo gracilirostris). In: The Wilson Bulletin, Band 106, Nummer 1, S. 1–17, 1994, JSTOR
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
Stimme Die Lautäußerungen werden als melodisches „weet a weet, chewegoo, whit, whit“ beschrieben, der Ruf als „tschrrr“, der Alarmruf ist ein scharfes „skeeur“.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten wie Käfern (Coleoptera), Hautflüglern (Hymenoptera), Heuschrecken (Orthoptera), Köcherfliegen (Trichoptera), aber auch aus kleinen Früchten, die von den oberen Wipfeln bis herab zum Boden gesucht werden. Die Art hängt gerne mit dem Kopf nach unten an kleinen Zweigen und pickt die Unterseite von Blättern ab. Mitunter wird Beute mit einem Fuß festgehalten, um zerlegt zu werden.
Die Brutzeit reicht wohl vom Mai oder Juni bis September oder Oktober. Das Nest wird an einer Astgabel in 2 bis 6 m Höhe befestigt. Das Gelege besteht aus 2 bis 5 Eiern.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als gefährdet (Vulnerable) aufgrund des äußerst kleinen Verbreitungsgebietes, Prädation durch Schwarzweiße Tejus (Salvator merianae) ist als mögliche Mitursache nicht gesichert. Im Jahre 2016 galt der Bestand noch als potentiell gefährdet (Near Threatened).
Literatur R. B. Sharpe: Vireo gracilirostris. In: The Journal of the Linnean Society. Zoology, Band 20, S. 478, 1890, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Vireos Kategorie:Endemischer Vogel Brasiliens