mini|Louis Lafferre 1920 Louis Lafferre (geboren am 10. Mai 1861 in Pau; gestorben am 28. Februar 1929 in Paris) war ein französischer Politiker der Dritten Republik und ein Freimaurer.

Leben Louis Lafferre war zu Beginn seiner Karriere Professor für Rhetorik in Narbonne. Anschließend verfolgte er eine bedeutende politische Karriere, zunächst als Lokalpolitiker, dann als Vorsitzender der (trotz ihres Namens eher der Mitte zugehörigen) Radikalen Sozialistischen Partei. Von 1898 bis 1919 wurde er fünf Mal zum Abgeordneten der Stadt Béziers gewählt. Im Anschluss an seine Karriere als Abgeordneter war er von 1920 bis 1924 Senator des Départements Hérault. Von 1910 bis 1911 war er Minister für Arbeit und Soziales in der Regierung Briand II und von 1917 bis 1919 Minister für öffentliche Bildung und Schöne Künste in der Regierung Clemenceau II – also dem Kabinett, das nach dem Ende des Ersten Weltkriegs während der Pariser Friedenskonferenz amtierte.Siehe Jean Jolly, Dictionnaire des parlementaires français de 1889 à 1940, in den Weblinks Assemblée nationale und Sénat.

Louis Lafferre wurde 1889 in die Loge L’indépendante in Narbonne aufgenommen, übernahm die Leitung seiner Loge und vertrat sie im Konvent des Grand Orient de France. Er erhielt den 33. Grad des Alten und Angenommenen Schottischen RitusDer Alte und Angenommene Schottische Ritus ist ein freimaurerischer Ritus, der 1801 in Charleston in den Vereinigten Staaten auf Initiative der Brüder John Mitchell und Frederic Dalcho auf der Grundlage der Großen Konstitutionen von 1786 gegründet wurde, die Friedrich II. von Preußen zugeschrieben werden. Siehe weiterführend Rite écossais ancien et accepté in der französischsprachigen Wikipedia. und wurde 1907 aktives Mitglied des Grand Collège des Rites écossais. Von 1903 bis 1905 und von 1907 bis 1909 wurde er zweimal zum Großmeister des Grand Orient gewählt. Während der Fichenaffäre verteidigte er als Republikaner und Gegner des aufkommenden Klerikalismus mit Überzeugung die Positionen des Ordens vor dem Parlament. Dasselbe tat er 1905 vor dem Konvent des Grand Orient, der ihm Entlastung für seine Amtsführung erteilte:

mini|Teil der Grabanlage Lafferre Nach 1909 spielte er keine wichtige Rolle mehr innerhalb des Ordens, besuchte aber weiterhin die Freimaurerlogen.

Als Witwer von Pauline Françoise Didas, die am 24. Dezember 1916 verstorben war, heiratete er am 6. Oktober 1921 in Paris Claudine Marie Calvayrac. Er wurde auf dem Friedhof Père-Lachaise beigesetzt.

Weblinks

Anmerkungen

Einzelnachweise

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