Mariana C. Graña (* 9. Februar 1973 in Buenos Aires) ist eine argentinisch-französische theoretische Physikerin am Institut für theoretische Physik des CEA Paris-Saclay. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Stringtheorie, insbesondere bei Fluxkompaktifizierungen und der String-Landschaft. Für ihre Arbeiten erhielt sie 2021 den Paul-Langevin-Preis der Société française de physique. Zudem erhielt sie die Beate-Naroska-Gastprofessur (Preisjahr 2023), die 2024 in Hamburg verliehen wurde.

Leben Graña erwarb 1997 an der Universidad de Buenos Aires einen Bachelor der Physik. Im Jahr 2002 promovierte sie an der University of California, Santa Barbara, mit einer Arbeit über supersymmetrische Typ-IIB-Lösungen mit Flüssen unter der Betreuung von Joseph Polchinski. Nach Stationen als Postdoktorandin am Centre de Physique Théorique der École Polytechnique (2003) und als Marie-Curie-Fellow an der École normale supérieure (2004–2005) wurde sie im Oktober 2005 als permanente Forscherin am Institut für theoretische Physik des CEA Paris-Saclay berufen. Ihre Habilitation à diriger des recherches (HDR) legte sie 2015 an der École normale supérieure vor. Seit 2016 lehrt sie Stringtheorie im Masterstudiengang der École Polytechnique. Zu ihren Aufgaben gehörten Leitungs- und Gremienfunktionen, darunter die Leitung der Arbeitsgruppe Mathematical Physics am Institut für theoretische Physik des CEA Paris-Saclay (2016–2023) sowie Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Beiräten und Kommissionen.

Wirken Graña befasst sich mit den Grundlagen der Stringtheorie, mit Schwerpunkt auf Fluxkompaktifizierungen und Fragen der String-Landschaft. Ein vielzitiertes Übersichtskapitel von ihr, Flux compactifications in string theory: A comprehensive review, erschien 2006 in Physics Reports. Ab 2018 wurde ihre Forschung durch das ERC-Consolidator-Projekt Deconstructing the String Landscape gefördert. Zuvor leitete sie das ERC-Starting-Grant-Projekt The Low Energy Limit of String Theory and the Observable World. Sie organisierte zahlreiche internationale Tagungen, darunter Strings 2025 in Abu Dhabi sowie Eurostrings 2022 in Lyon. Für ihre Arbeiten in der theoretischen Physik wurde sie 2021 mit dem Paul-Langevin-Preis ausgezeichnet. Im April 2024 nahm sie in Hamburg die Beate-Naroska-Gastprofessur (Preisjahr 2023) entgegen und hielt eine Preisvorlesung.

Einzelnachweise

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