Neema Namadamu ist eine kongolesische Frauen-, Friedens- und Behindertenrechtlerin. Sie gründete 2012 die Synergy of Congolese Women’s Associations (SAFECO). Mit dem in Bukavu aufgebauten Maman-Shujaa-Medienzentrum verschafft sie Frauen digitale Kompetenzen und öffentliche Sichtbarkeit. Sie wurde überdies durch Programme zum Schutz und zur Regenerierung des Itombwe-Regenwaldes bekannt, die sie in Partnerschaft mit dem Women’s Earth and Climate Action Network (WECAN) vorantreibt. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.

Leben Namadamu wuchs im Hochland von Itombwe in der Provinz Süd-Kivu auf. Mit zwei Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, was zu einer körperlichen Beeinträchtigung führte. Bereits als junge Frau moderierte sie eine Radiosendung, in der sie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eintrat. Sie wurde als erste Frau mit Behinderung aus ihrer Volksgruppe mit einem Hochschulabschluss in der DR Kongo bekannt. Später arbeitete sie als technische Beraterin des kongolesischen Ministeriums für Gender und Familie.

Wirken Im Jahr 2012 startete Namadamu gemeinsam mit Aktivistinnen in Bukavu eine internationale Petition über World Pulse und Change.org, welche das Netzwerk der „Maman Shujaa“ („Hero Women“) sichtbar machte und politische Aufmerksamkeit für Frieden und Beteiligung von Frauen in der DR Kongo einforderte. Das Maman-Shujaa-Medienzentrum in Bukavu vermittelt digitale Grundbildung, vernetzt Aktivistinnen und stärkt Mädchen mit Aufklärungs- und Gesundheitsprogrammen wie der lokalen Herstellung wiederverwendbarer Menstruationsprodukte, um Schulabbrüche zu verringern. Zugleich baute sie Hero Women Rising (HWR) aus, das Frauen über Bildung, Unternehmertum und digitalen Zugang stärkt und in der Region Itombwe Wiederaufforstung als Gemeinschaftsaufgabe etabliert. In Partnerschaft mit WECAN organisiert sie seit 2014 Fortbildungen zu Frauenrechten, traditionellem Ökowissen und Waldschutz, betreibt Baumschulen mit über 25 heimischen Arten und setzt sich für die Rechte indigener Pygmäen-Gemeinschaften ein. Für ihren Einsatz wurde Namadamu mit dem Meredith McRae Empowerment Award (International Women’s Forum of Southern California, 2018) gewürdigt. Ihre Arbeit verbindet digitale Emanzipation, Bildungs- und Inklusionsarbeit für Frauen und Menschen mit Behinderungen mit Klima- und Waldschutz in der Itombwe-Region.

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