Die Volksbank Wien AG (Eigenschreibweise VOLKSBANK WIEN AG) ist eine österreichische Regionalbank mit Sitz in Wien. Das Institut beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter und betreibt 54 Standorte mit der Bezeichnung „Volksbank“. Das Filialnetz liegt in den Bundesländern Wien, Burgenland sowie in Teilen von Niederösterreich. Zusätzlich werden 16 Filialen in Österreich unter der Marke „Sparda“ betrieben. Seit 2015 ist die Volksbank Wien neben ihrer Rolle als Primärbank gleichzeitig als Zentralorganisation des österreichischen Volksbanken-Verbundes tätig. Sie ist somit das Spitzeninstitut für die Volksbanken in Österreich.

Geschichte Banken nach dem System Schulze-Delitzsch gibt es in Österreich seit 1851, damals wurde der erste „Aushilfskassenverein“ in Kärnten gegründet. In weiterer Folge wurden in allen Bundesländern Volksbanken geschaffen.

In Wien nahm 1922 die Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft ihren Betrieb auf. Die Volksbank Wien wurde 2001 durch Übertragung des Filialbereiches der ÖVAG etabliert. Ebenfalls 2001 erfolgte die Einbringung der Volksbank Wien und Klosterneuburg reg.Gen.m.b.H. Im Jahr 2013 erfolgte nach einer Verschmelzung die Umfirmierung auf Volksbank Wien-Baden AG. 2014 fusionierte die Gärtnerbank reg.Gen.m.b.H. mit der Volksbank.

Mit einem Übernahmevertrag vom 1. Juni 2015 erfolgte die Übernahme des Teilbereiches Zentralorganisation- und Zentralinstitutsfunktion von der ÖVAG. Ebenfalls 2015 fusionierten die Volksbank Ost und die Volksbank Obersdorf. Schließlich wurde 2015 der Firmenwortlaut auf die heutige Bezeichnung Volksbank Wien AG geändert.

Im Jahr 2016 fusionierten die Volksbank Weinviertel, Volksbank Niederösterreich Süd und Volksbank Südburgenland in die Volksbank Wien. 2017 erfolgte die Zusammenführung mit der Sparda-Bank Austria. Die Sparda ist seitdem eine Marke der Volksbank Wien. Im Jahr 2018 geschah die Einbringung der Waldviertler Volksbank.

Wirtschaftliche Daten Standorte Die Volksbank Wien AG unterhält 54 Filialen als „Volksbank“, die sich in den Bundesländern Wien, Burgenland und Niederösterreich (Weinviertel, Waldviertel, Industrieviertel) befinden. Weitere 16 Filialen werden unter dem Namen „Sparda“ betrieben. Die Bankzentrale hat ihren Sitz in der Stadt Wien.

Bilanzdaten Die Bilanzsumme für das Jahr 2024 lag bei rund 16,0 Milliarden Euro. Die so genannte CET1-Quote (Kernkapitalquote) wurde mit 17,4 % ausgewiesen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wurde mit 1.286 angegeben. Die Volksbank Wien hat im Jahresbericht 2024 mehr als 297.000 Kunden.

Die Volksbank Wien AG steht im Eigentum von 21 Aktionären. Davon gibt es 7 Aktionäre mit mehr als 6 % Anteilen, diese sind: VB Baden Beteiligung e.Gen (11,08 %), Volksbank Tirol AG (9,49 %), VB Ost Verwaltung eG (8,89 %), Volksbank Niederösterreich (7,81 %), VB Niederösterreich Süd eG (7,06 %), Volksbank Steiermark AG (6,80 %), Volksbank Salzburg (6,15 %). Bei den weiteren 14 Aktionären ist die Bandbreite von 4,92 % bis 0,35 % an Anteilen an der Volksbank Wien AG.

Zentralorganisation des Volksbanken-Verbund

Die Volksbank Wien AG ist mit einer Bilanzsumme von rund 16 Milliarden Euro mit Abstand die größte der regionalen Volksbanken und übt gleichzeitig die Tätigkeit als Zentralorganisation bzw. Spitzeninstitut aus. Die Volksbanken in Österreich bilden einen Kreditinstitute-Verbund gemäß § 30a BWG. Der Verbund setzt sich aus den zugeordneten 7 Kreditinstituten (Volksbank Niederösterreich, Volksbank Oberösterreich, Volksbank Steiermark, Volksbank Salzburg, Volksbank Kärnten, Volksbank Tirol, Volksbank Vorarlberg), einem Spezialinstitut (Ärzte- und Apothekerbank AG) sowie der Volksbank Wien zusammen.

Die Marke Sparda-Bank

Bis 2017 war die Sparda-Bank Austria ein selbständiges Kreditinstitut. Seit der Fusion mit der Volksbank und der Übernahme der Bankleitzahl erfolgt der Auftritt als „Sparda-Bank. Eine Marke der Volksbank Wien“. Derzeit werden 16 Filialen in Österreich betrieben. Die Filialen befinden sich in Oberösterreich:Linz, Attnang-Puchheim, Wels; Kärnten: Villach, Klagenfurt; Vorarlberg: Dornbirn; Tirol: Innsbruck; Salzburg: Bischofshofen, Salzburg; Steiermark. Graz, Leoben; Wien: Wien-Praterstern.

Genossenschaftsbank Die Volksbanken haben ihre Wurzel im Genossenschaftssystem nach Hermann Schulze-Delitzsch. Es gibt in Österreich einen gemeinsamen Marketing-Auftritt als Volksbanken-Verbund, ungeachtet dessen sind alle Genossenschaftsbanken rechtlich selbständig. Die Banken sind im Besitz ihrer Genossenschafter, die beim Beitritt einen entsprechenden Geschäftsanteil gezeichnet haben. Die grundsätzliche Gründungsidee der Genossenschaftsbewegung war der Gedanke von der Hilfe zur Selbsthilfe laut Schulze-Delitzsch:

Bei der Volksbank Wien sind die Aktionäre und somit die Eigentümer einerseits die Volksbank-Genossenschaften, die ihren Bankbetrieb eingebracht haben und andererseits die Bundesländer-Volksbanken. Die Bankkunden können bei einer der VB-Beteiligungsgenossenschaften der Volksbank Wien Genossenschaftsanteile zeichnen und somit Mitinhaber der Genossenschaft werden.

Weblinks Website der Volksbank Wien

Einzelnachweise

Wien Kategorie:Unternehmen (Wien) Kategorie:Unternehmensgründung 2015