Mentrup ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1968 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie Mentrup erstreckt sich beiderseits der Iburger Straße südöstlich des Ortskerns von Hagen, dessen Bebauung sich bereits im 19. Jahrhundert auf das Gebiet der Bauerschaft Mentrup ausdehnte und zu einer deutlichen Bevölkerungszunahme führte. Vom nordrhein-westfälischen Lienen her kommend durchfließt der Goldbach von Süden nach Norden das Gebiet von Mentrup.

Geschichte Die Bauerschaft Mentrup gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Mentrup zum Kanton Iburg des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Hagen im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Mentrup zum Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Iburg. 1867 fiel Mentrup mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Kreis Iburg, der 1932 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Am 1. Juli 1968 wurde Mentrup im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1812 464 1845 519 1871 670 Volkszählung 1871 1895 901 Volkszählung 1895 1910 1234 1939 1316 1950 1586 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen) 1961 1651

mini|Denkmalgeschützter Hof in Mentrup

Baudenkmale Mehrere landwirtschaftliche Wohn-/Wirtschaftsgebäude in der Bergstraße, am Forstweg und in der Iburger Straße sowie ein Wegekreuz an der Iburger Straße stehen in Mentrup unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

Kategorie:Hagen am Teutoburger Wald Kategorie:Ort im Landkreis Osnabrück Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Osnabrück) Kategorie:Gemeindeauflösung 1968