Safua Akeli Amaama (* 1981 in Samoa) ist eine samoaische Historikerin, Kuratorin und Hochschullehrerin. Seit 2025 ist sie Leiterin der Abteilung Völkerkunde und Kuratorin der Sammlung am Übersee Museum in Bremen. Als erste Person aus dem Pazifikraum leitete sie davor die Abteilung für neuseeländische und pazifische Geschichte und Kultur im Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, dem Nationalmuseum Neuseelands. Seit 2021 ist sie Präsidentin der Pacific History Association.
Leben und Werk mini|Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, Wellington, Neuseeland (2009) (Vorderseite mit Eingang) Akeli Amaams Familie zog in den 1980er Jahren von Samoa nach Wellington und sie wuchs in der Gegend um Miramar auf. Sie studierte an der University of Otago, wo sie einen Bachelor of Arts-Abschluss erwarb. An der Victoria University of Wellington erhielt sie einen Honours-Abschluss in Geschichte und an der University of Canterbury in Christchurch einen Master-Abschluss in Geschichte. Sie promovierte dann 2017 an der University of Queensland in Philosophiegeschichte. Ihre Dissertation untersuchte die Beziehungen zwischen Samoa und Neuseeland anhand wichtiger Ausstellungen von 1923 bis 2007. Anschließend war sie bis 2020 als außerordentliche Professorin für Geschichte an der Nationalen Universität von Samoa tätig.
Akeli Amaama war von 2008 bis 2013 Kuratorin für pazifische Kulturen im Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa und wechselte 2015 an die Nationale Universität Samoa an das Centre for Samoan Studies. Von 2018 bis 2020 war sie Direktorin des Zentrums für Samoanische Studien an der National University of Sāmoa, wo sie für drei Studiengänge verantwortlich war: Samoanische Sprache und Kultur, Archäologie und Kulturerbe sowie Entwicklungsstudien. Sie leitete dort Lehrprogramme, Forschungsprojekte und Aktivitäten zur Einbindung der lokalen Gemeinschaft. Eine ihrer Innovationen war der Einsatz von Film in der partizipativen Forschung. Die erstellten Filme wurden mehrfach von einem lokalen Fernsehsender ausgestrahlt. Danach leitete sie 5 Jahre lang die Abteilung für neuseeländische und pazifische Geschichte und Kultur am Museum von Neuseeland Te Papa Tongarewa. In dieser Funktion leitete sie ein Team von sechs Kuratoren. Seit 2025 ist sie Leiterin der Abteilung für Ethnologie und Kuratorin der Ozeanien-Sammlung am Übersee Museum in Bremen.
Im Auftrag des Zentrums für Samoanische Studien hielt sie international Vorträge, unter anderem zum Thema Kolonialismus in Museen auf einer Konferenz zur Museumsrückgabe in Tansania, zum Thema öffentliche Gesundheitsversorgung in Samoa auf einer Konferenz in Australien und zum Thema Geschlechterungleichheit in Fidschi.
Weiterhin ist sie Adjunct Research Fellow im Studiengang Museum and Heritage Studies an der Victoria University und Associate Researcher am Centre for Pacific Studies der University of St Andrews in Schottland.
Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Gender, kulturelles Erbe, Gesundheit, Regierungsführung und Migration.
Veröffentlichungen (Auswahl) mit Philipp Schorch: Sāmoa at large: The Sacred Circle and Travelling fale and measina. In: Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 150, Nr. 1, 2025. Cricket, Kirikiti and Imperialism in Samoa, 1879–1939. The Journal of Pacific History, August 2023. doi:10.1080/00223344.2021.1952009. Restitution and Dialogue Towards Collaboration. Some Considerations from Samoa. doi:10.7788/9783412518622.191.
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