mini|Manfred Koch als Superintendent Manfred Koch (* 6. April 1956 in Markt Allhau) ist ein österreichischer evangelisch-lutherischer Theologe. Von 2003 bis 2021 hatte er das Amt des Superintendenten der Evangelischen Superintendentur A.B. Burgenland inne.

Ausbildung und Werdegang Manfred Koch wuchs in Markt Allhau auf, wo er auch seine Ausbildung begann. Seine Schulzeit endete 1975 mit der Matura am Gymnasium Hartberg. Bereits in seiner Jugend war er in der Pfarrgemeinde Markt Allhau in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv. Er studierte Evangelische Theologie in Wien und Zürich. Sein Vikariat trat er am 1. April 1982 in Wien-Währing an, gefolgt von einem Einsatz ab 1. September 1983 in Stadtschlaining. Ab dem 1. November 1984 war Manfred Koch Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde Stadtschlaining. In seiner Amtszeit wurde unter anderem das Evangelische Gemeindezentrum Stadtschlaining erbaut.

1997 wurde Manfred Koch Senior für das Südburgenland. Nach dem Rücktritt von Gertraud Knoll übernahm er am 29. Oktober 2002 als dienstältester Senior interimsmäßig die Geschäftsführung der Diözese. Am 6. Februar 2003 wurde er zum Superintendenten der Evangelischen Superintendentur A. B. Burgenland gewählt und am 6. April 2003 offiziell in das Amt eingeführt. Er stellte sich 2014 zur Wiederwahl und wurde mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

Mit 1. September 2021 trat Manfred Koch in den Ruhestand; seine Entpflichtung wurde am 29. August 2021 in einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Stadtschlaining begangen. Er leitete des Diözese insgesamt 18 Jahre lang. Bei der Verabschiedung würdigten Bischöfe, der Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil und weitere Vertreter der Landespolitik seinen Dienst am Menschen und sein gesellschaftliches Engagement. Bischof Michael Chalupka würdigte Kochs Amtsführung mit den Worten: „Du hast dein Amt nie als Herrschaft, sondern immer als Dienst verstanden.“

Als sein Nachfolger wurde Robert Jonischkeit zum Superintendenten der Diözese Burgenland gewählt.

Leitbild und Schwerpunkte Ein von ihm vielfach geäußerter Leitsatz lautet: „Dienet dem Herrn mit Freude“ – nicht im Sinne einer reinen Formalität, sondern im Blick auf den Menschen: dessen Sorgen, Ängste und Freuden. Koch war und ist in verschiedenen Bereichen tätig: Erwachsenenbildung, Lektoren-Ausbildung, diakonisches Engagement und Ökumene. So war er Gründungsmitglied und langjährig in der Geschäftsführung des ökumenischen Forums CONCENTRUM in Stadtschlaining engagiert. Hans Niessl: Koch habe „maßgeblich das ökumenische Klima mitbestimmt und für interkonfessionelle und interreligiöse Initiativen im Burgenland und über die Grenzen gesorgt“.

Manfred Koch war und ist engagiert in der Ökumene und in gesellschaftlichen Themen. So war er unter anderem auch Mitbegründer des Forums „Gewaltfreies Burgenland“. Er setzte sich auch dafür ein, die diakonische Arbeit in der Diözese zu stärken – etwa bei der Bündelung der Kräfte unter „Diakonie Burgenland“.

Privatleben Manfred Koch ist verheiratet, hat zwei Söhne und drei Enkelinnen.

Schon seit seiner Zeit in Stadtschlaining engagiert sich auch in kulturellen Projekten, etwa bei Ausstellungen wie „Fenster zur Ewigkeit“ in Stadtschlaining, wo er als Laudator auftrat. Zudem ist er Ehrenobmann im Vorstand des Kunst- und Kulturvereins Markt Allhau (kukma).

Auszeichnungen Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (24. Februar 2015) Komturkreuz des Landes Burgenland (30. September 2009) Martinus-Orden der röm.-kath. Diözese Eisenstadt (18. November 2017)

Einzelnachweise

Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Evangelische Superintendentur A. B. Burgenland Kategorie:Evangelischer Geistlicher (21. Jahrhundert) Kategorie:Person (Evangelische Kirche A.B. in Österreich) Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Mann