Ernest „Ernie“ Ring (* 1918; † 5. Juli 1953 in Stavelot, Belgien) war ein australischer Motorradrennfahrer.
Werdegang Ring nahm 1952 als Privatfahrer erstmals an der zur Motorrad-Weltmeisterschaft zählenden Isle of Man TT teil. In der Junior TT (bis 350 cm³ Hubraum) wurde er auf einer A.J.S. Achter, im Senior-Rennen (bis 500 cm³) erreichte er auf Matchless nicht das Ziel. Bei den 350er-Rennen um den Großen Preis von Deutschland auf der Stuttgarter Solitude und beim Ulster Grand Prix in Nordirland fuhr Ring mit den Rängen sechs bzw. fünf drei WM-Zähler ein, mit denen er das Gesamtklassement als Zehnter abschloss. In der Halbliterklasse erreichte er bei insgesamt vier Grand-Prix-Starts 1952 das Ziel nicht.
Bei der TT der folgenden Saison schied Ring sowohl in der Junior- als auch in der Senior-Kategorie aus. Seine einzigen WM-Zähler der Saison erreichte er bei der folgenden Dutch TT im niederländischen Assen mit Rang fünf im 350-cm³-Rennen auf einer DKW.
mini|Der zur damaligen Zeit etwa 14 km lange Circuit de Spa-Francorchamps: die Unfallstelle lag bei Burnenville am östlichen Rand der Strecke. Nachdem sich der A.J.S.-Werksfahrer Robin Sherry bei der Isle of Man TT 1953 ernsthaft verletzt hatte, wurde der damals 35-jährige Ring von dem englischen Hersteller eingeladen, für dessen Werksteam zu starten. Seinen ersten Einsatz als Werksfahrer hatte Ring Anfang Juli beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps. Im ersten Lauf des ersten Renntages, dem 4. Juli, erreichte er den achten Platz im 350er-Lauf. In der dritten Runde des anschließenden 500-cm³-Rennens stürzte Ring in der Côte de Burnenville und zog sich dabei schwere Verletzungen zu, denen er auf dem Weg ins Krankenhaus von Stavelot erlag.
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