Suiyo SeamontSuiyo Seamon. Auf: GeoNames. Koordiaten Gipfel: Tiefe −1.418 m Höhe über Meeresboden ~1.400 m Gebiet Boningraben Land Japan (Izu-Inseln) Typ Tiefseeberg (Submariner Vulkan) Vulkangürtel Shichiyo SeamountsShichiyō Seamount Chain. Auf: GeoNames.

Der Suiyo Seamount () ist ein Unterwasservulkan vor der Ostküste Japans, direkt südlich von TorishimaTori-shima. Auf: Geonames. und der Vulkaninsel Sōfugan (alias Sōfu-iwa, Widow Rock, Lot's Wife)Sofu-gan. Auf GeoNames. an der Südspitze der Izu-Inseln. Der Vulkan gehört zu den Shichiyō-Vulkankette (, Shichiyō Kaizanretsu), einer kleinen Gruppe von sieben Unterwasservulkanen, die nach den Wochentagen benannt sind (japanisch „suiyō“ bedeutet „Mittwoch“, „kaizan“ bedeutet „Vulkan“).

Geologie Suiyo besteht aus einer basaltischen bis dazitischen Unter­wasser-Caldera und einem Lavadom und erhebt sich etwa 1400 m von seiner Basis auf dem Meeresboden und ragt bis in etwa 1418 m unterhalb der Meeresoberfläche. Die markante Caldera von Suiyo selbst ist 1,5 km breit und 500 m tief.

Die exzidierte (verwitterte) Struktur des Vulkans lässt darauf schließen, dass er älter ist als einige der anderen Vulkane in dieser Gruppe. Suiyo ist von einer dicken Sedimentschicht bedeckt, die sich während einer langen Phase von Inaktivität gebildet hat; an seinen Flanken wurden Verwerfungsmuster () und Täler beobachtet.

Magnetische Anomalie Der Suiyo-Seamount steht außerdem im Zusammenhang mit einer magnetischen Anomalie: Untersuchungen des Meeresbodens und der Umgebung ergaben, dass östlich des Seamounts ein großer magnetisch negativer Gesteins­körper existiert (magnetischer Südpol), während sich im Nordwesten und Süden positive Körper be­fin­den (magnetische Nordpole). Die Gründe für diese komplexe Anomalie, die auch bei mehreren anderen Seamounts in der Nähe auftritt, sind unbekannt; es wird jedoch vermutet, dass sie das Ergebnis von Wechsel­wirkungen zwischen verschiedenen Magnetfeldern unterschiedlichen Alters ist.

Vulkanische Aktivität Im Juli 1991 wurde eine hydrothermale Aktivität beobachtet, die die Wassertemperatur an der Öffnung auf 290 °C ansteigen ließ. Nach diesem Ereignis wurde der bis dahin als erloschen geltende Vulkan von der Japanischen Wetterbehörde aktualisiert als aktiv eingestuft.

Ökologie Eine bathymetrische Untersuchung des Vulkans ergab 2004, dass schwefeloxidierende Bak­terien vor­herr­schen, darunter Gammaproteobacteria („SUP05-Gruppe“) und Epsilon­proteo­bacteria („SUP01-Gruppe“). Die Studie kam zu dem Schluss, dass der Suiyo-Seamount eine natürliche „Brutstätte“ für diese Bakterien ist. Daneben wurden auch Archaeen gefunden, darunter ebenfalls 2004 insbesondere mit dem Stamm SY1 eine neue Spezies Aeropyrum camini der hyperthermophilen Gattung Aeropyrum; Metagenomik-Hinweise auf Vertreter dieser Gattung wurden auch am Brothers Seamount nördlich der neuseeländischen Nordinsel gefunden.

Einzelnachweise Suiyo Seamount. Global Volcanism Program. Smithsonian Institution. Abgefragt am 10. Oktober 2010 (). Satoshi Nakagawa, Ken Takai, Koki Horikoshi, Yoshihiko Sako: ​Aeropyrum camini sp. nov., a strictly aerobic, hyperthermophilic archaeon from a deep-sea hydrothermal vent chimney. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Band 54, Nr. 2, 1. März 2004, S. 329–335; , PMID 15023940 ().

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