Die 141 Schools for Peace (dt.: „141 Schulen für Frieden“) war 2015 eine Sozial-Kampagne zum Andenken an die Opfer des Terroranschlags von Peschawar 2014. Die Kampagne wurde von dem Pakistanischen Ehepaar, Zaki Patel und Syeda Zaki, die in Kanada leben, ins Leben gerufen und von der Citizens Foundation durchgeführt. Ziel war es, jedem Opfer des Schulmassakers von Peshawar eine Schule zu widmen. Dieses Ziel wurde zum zehnten Jahrestag im Jahr 2024 erreicht.

Hintergrund Am 16. Dezember 2014 griffen sechs Bewaffnete die Army Public School in Peshawar an und töteten 132 Kinder und neun Schulangestellte. Es war eines der blutigsten Schulmassaker weltweit. Die Kinder mussten mitansehen, wie ihre Lehrer, darunter auch die Schulleiterin Tahira Qazi, starben. Die Spezialeinheit der pakistanischen Armee (SSG) leitete umgehend eine Rettungsaktion ein und tötete die Terroristen. Schätzungsweise 960 Menschen wurden gerettet, 139 wurden verletzt.

Die Schule wurde am 12. Januar 2015 unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wiedereröffnet. Eine Woche war dem Gebet und dem Gedenken an die Opfer gewidmet, und die Schüler und Mitarbeiter nahmen an psychologischen Beratungsgesprächen teil.

Gründer

Zaki Patel, ein Informatikabsolvent der McGill University, startete zusammen mit seiner Frau Syeda Zaki, einer Sozialunternehmerin, eine Online-Kampagne, um Spenden für den Bau von Schulen zu sammeln. Das Paar stammt aus Karatschi, Pakistan, lebt und arbeitet aber in Kanada. Die Idee dazu kam ihm durch die Reaktionen in den sozialen Medien, die den Bau von Schulen als beste Antwort auf Terrorismus ansahen. Daraufhin gründete er eine gemeinnützige Organisation (Not-for-profit organization, NFPO), erstellte die Webseite 141schools.org und nutzte den Hashtag #141SchoolsforPeace für sein Marketing auf Twitter. Er hoffte, dass sich ihm 141 Personen anschließen würden, doch es meldeten sich deutlich mehr Menschen aus vielen Ländern, darunter Pakistan, die USA, Indien usw. Berichten zufolge gingen innerhalb von nur drei Tagen 15.000 Zusagen ein.

Entwicklung mini|hochkant|Syed Asaad Ayub Ahmed

Das Projekt gewann an Bedeutung durch eine Partnerschaft mit der Citizens Foundation (TCF), einer gemeinnützigen Bildungsorganisation, die Schulen für benachteiligte Kinder in Pakistan baut. Die TCF plante die Standorte in ganz Pakistan, abhängig von der Verfügbarkeit von Schülern, Lehrern und Grundstücken. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf 2,07 Crore (10 mio.) Rupien (2015 entsprach dies ca. 201.558 Dollar). Zaki Patel hatte die Idee der TCF vorgestellt, woraufhin diese Ende Dezember 2014 die Leitung und Planung übernahm.tweet: TCFpak. The Citizens Foundation 549535449459736576. 29. Dezember 2014. Those of you who’ve heard of http://141schools.org will be happy to hear, we have officially partnered with them for #141schoolsforpeace. TCF spokesperson Ayesha Khatib erklärte, dass der Bau jedes Gebäudes sechs Monate dauern und die vollständige Inbetriebnahme ein bis anderthalb Jahre in Anspruch nehmen würde. Das ursprüngliche Ziel war, das Projekt innerhalb von drei Jahren abzuschließen.

Ali Zafar verpflichtete sich außerdem, alle Einnahmen aus dem Lied „Urain Ge“ („Wir werden fiegen“) für den guten Zweck zu spenden. Ihr gemeinsames Ziel war der Bau von 141 Schulen, die jeweils einem Opfer des Anschlags von Peshawar gewidmet werden sollten. Obwohl die Zahl der Todesopfer gestiegen war, blieb das Ziel von 141 Schulen bestehen. Berichten zufolge wurden bis zum ersten Jahrestag im Dezember 2015 23 Schulen errichtet, und bis zum zweiten Jahrestag im Jahr 2016 40 Schulen. Zum zehnten Jahrestag im Jahr 2024 gab TCF bekannt, dass die Mission zur Errichtung von 141 Schulen abgeschlossen sei.

Zum ersten Jahrestag des Anschlags genehmigte der damalige pakistanische Premierminister Nawaz Sharif die Umbenennung von 122 Schulen und Hochschulen auf die Namen der Opfer zu deren Ehren.

Einzelnachweise

Kategorie:Bildung in Pakistan Kategorie:Internetphänomen