Eppendorf ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Hilter am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1970 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie Eppendorf liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich des Ortskerns von Hilter an der Nordostseite des Teutoburger Waldes. Als typische Bauerschaft besitzt Eppendorf keinen Dorfkern, sondern ist eine Streusiedlung mit landwirtschaftlichen Einzelgehöften.

Geschichte Die Bauerschaft Eppendorf gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Eppendorf zum Kanton Bissendorf des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Borgloh im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Eppendorf zum Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Iburg. 1867 fiel Eppendorf mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Kreis Iburg, der 1932 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Am 1. Juli 1970 wurde Eppendorf im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil der neuen Großgemeinde Borgloh, die ihrerseits am 1. Juli 1972 nach Hilter am Teutoburger Wald eingemeindet wurde.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1812 545 1845 527 1871 429 Volkszählung 1871 1895 377 Volkszählung 1895 1910 431 1939 387 1950 561 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen) 1961 400 2020 256 2024 252

Bau- und Bodendenkmale Die Wassermühle Bruchbach, die Höfe Bischof und Brinkmann sowie eine Reihe weiterer landwirtschaftlicher Gebäude stehen in Eppendorf unter Denkmalschutz. Drei Grabhügel in der Nähe des Johanniswegs sind Bodendenkmale.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hilter am Teutoburger Wald) Kategorie:Ort im Landkreis Osnabrück Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Osnabrück) Kategorie:Gemeindeauflösung 1970