mini|hochkant|Wappen d. Fam. v. Brösigke. Carl Christoph von Broesicke (geb. 14. Januar 1724 in Ketzür; gest. 15. März 1795) war ein preußischer Leutnant und Landrat.
Herkunft und Leben Carl Christoph von Broesicke war ein Enkel des Christoph Dietrich von Broesicke (* 1674), Erbherr auf Ketzür,Christof Dietrich von Brösigke u. Marie Eleonore von Quast, In: Moritz Maria von Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1880. Jahrgang 5, Buschak & Irrgang, Brünn/Wien November 1879, S. 438. und dessen Ehefrau Maria Eleonore von Quast-Gartz-Protzen, er war der Sohn des Hans George von Brösigke (1697–1736) und der Antonia Sophia von Stechow a. d. Haus Kotzen. Der Vater war Kornett, zuletzt Leutnant bei einem Kürassier-Regiment, und wurde dann Erbherr auf Gut Ketzür.Walter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705-1913. Hrsg. Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. I von IV, Zöglings-RA-No.: 381, Selbstverlag bei der Buchdruckerei P. Niemann-Ludwigslust, Brandenburg a.H., Belzig, 1913, S. 13, Nr. 67.
Ab dem 22. Februar 1738 besuchte er, wie schon sein Vater, mit seinem Bruder Georg Ludwig von Brösigke (* 1722) die Ritterakademie Brandenburg an der Havel. Später trat er in das Preußische Heer ein und stieg dort im Jahr 1742 bis zum Rang eines Leutnants auf. 1746 baten er und sein älterer Bruder einen Leutnant George Ludwig vom Dragoner-Regiment Nr. 7 von Roëll um eine venia aetatis (Volljährigkeitserklärung).Volljährigkeitserklärung, In: Handbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG, Berlin. Stand 22. Januar 2026. Nachdem er vom Militär verabschiedet worden war, wurde er Kreisdeputierter im Havelland. 1768 wurde er in der Nachfolge von Otto Sigismund von Erxleben zum Landrat des Havelländischen Kreises gewählt. Die Bestallung erfolgte am 26. Januar 1769.
Im Frühjahr 1781 geriet von Broesicke bei der Aufnahme von Frostschäden mit dem Domkapitular Henning Caspar von Bredow auf Markau (1742–1788) derart in Streit, das dieser ihn mit einem Stock traktierte. Zu einem von beiden geforderten Duell kam es nicht, jedoch zu einer Anzeige, in deren Folge Herr von Bredow im Oktober 1781 eine vierjährige Festungsstrafe erhielt, jedoch kurz darauf vom König begnadigt wurde. Nachdem von Broesicke im März 1795 gestorben war, wurde Peter Alexander von Itzenplitz sein Nachfolger. mini|hochkant|Gutshaus Ketzür.
Familie Carl Christoph von Broesicke saß auf Ketzür (Ketzin), Linde und Goertz, und war mit Maria Elisabeth Gottliebe von Flanß, verheiratet.
Seine Besitzungen gingen an die Lehnsvettern der Familie.Ernst Fidicin: Die Territorien der Mark Brandenburg, oder Geschichte der einzelnen Kreise, Städte Rittergüter, Stiftungen und Dörfer in derselben, als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl’s IV. Band III: I. Kreis West-Havelland. etc. Verlag J. Guttentag, Berlin 1860, S. 20.
Literatur Walter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705-1913. Hrsg. Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. I von IV, Zöglings-RA-No.: 381, Selbstverlag bei der Buchdruckerei P. Niemann-Ludwigslust, Brandenburg a.H., Belzig, 1913, S. 66, Nr. 381. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85; K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 139. (teils fehlerh. Vita).
Weblinks Landrat C. C. v. von Broesicke-nicht fehlerfrei
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