mini|hochkant|Kimiko Matsumoto 2003 Kimiko Matsumoto (; geboren 4. Mai 1940 in Numata, Präfektur Hokkaidō; gestorben 23. Februar 2022 in Inagi, Präfektur Tokio) war eine japanische Bildhauerin, Kunstpädagogin und Hochschullehrerin. Sie ist bekannt für die von ihr ab 1975 entwickelte Kimiko-Methode, einer Kunsttherapie und experimentelle praktische Anleitung zur Malerei für jedermann. Die Gülitgkeit und Wirksamkeit ihrer Methode wurde von der „Association for Studies in Hypothesis-experiment Class“ () untersucht und bestätigt. Außerdem gründete sie den „Art Class Workshop“ () und die Firma „Kimiko Plan Do“ () zur Verbreitung ihrer Methode.

Leben und Schaffen Kimiko wurde 1940 in Numata geboren und begann in der Mittelschule (etwa ab 1957) zu malen. 1960 schrieb sie sich in der Kunsthochschule Musashino im Fach Bildhauerei ein und wechselte ein Jahr später zur Universität der Künste Tokio, die sie 1965 erfolgreich abschloss. Noch im selben Monat erhielt sie von der Schulbehörde Tokio die Unterrichtserlaubnis für die Fächer Kunst und Kunsthandwerk an Mittel- und Oberschulen. In dieser Zeit heiratete sie und brachte einen Sohn zur Welt. Von 1967 an arbeitete sie einige Jahre als Aushilfslehrerin an einer Grund- und Mittelschule in Santama und an der Renkōji-Grundschule in Tama. Hier entwickelte sie 1975 ihre neue Unterrichtsmethode.

1977 ging sie für ein Jahr an die Eurocentres Barcelona Schule in Spanien und bereiste Europa. Im Jahr zuvor hatte der Pädagoge und Wissenschaftshistoriker Itakura Kiyonobu den ersten Band seines Buches mit dem Titel „Meine Lehrer sind Kinder, die nicht malen können“ () veröffentlicht. Nach ihrer Rückkehr aus Spanien stellte Kimiko die von ihr entwickelte Methode der „Association for Studies in Hypothesis-experiment Class“ vor. Ein Jahr später 1979 führte sie einen erfolgreichen Praxistest mit Kleinkindern in einem Kaufhaus durch. Zum Durchbruch und zu Bekanntheit gelangte ihre Methode mit der Bekanntgabe ihrer Methode im Presseorgan zur Unterrichtsforschung der „Association for Studies in Hypothesis-experiment Class“. Im Jahr darauf gründete sie die „Forschungsgruppe für Kunstunterricht“. Zur Verbreitung ihrer Methode trug auch bei, dass sie in den beiden folgenden Jahren die „Hauptversammlung der Konferenz zu Forschercamps“ () eröffnete und dass die Asahi Shimbun ihre Methode in der Kolumne Tensei Jingo (etwa: Die Stimme des Himmels ist die Stimme des Volkes) besprach.

Von Sommer 1985 an begann sie als Teilzeitbeschäftigte an der Universität Tokio zu arbeiten, von wo sie 1988 zum Takasaki Art Center College, einer Privatuniversität in der Präfektur Gunma wechselte und dort im Fachbereich Kunst Ölgemälde unterrichtete. Um ihrer Methode landesweit bekannter zu machen, gründete sie 1989 die Firma „Kimiko Plan Do“ GmbHDie in Deutschland der Gesellschaft mit beschränkter Haftung entsprechende Gesellschaftsform Yūgenkaisha () wurde in Japan 2006 abgeschafft. und eine eigene Kunstschule.

In den folgenden Jahren übernahm sie immer wieder kurzzeitig Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen oder reiste ins Ausland, 1996 mit der Unterstützung der Japan Foundation ins Königreich Tonga , 1998 nach Seoul oder 1999 nach Mexiko und Kuba, um Grundschüler und Studenten in der Kimiko-Methode zu unterrichten.

Kimiko Matsubara starb 2022 im Alter von 82 Jahren in ihrem Haus in Inagi, Tokio.

Die Kimiko-Methode mini|hochkant|Von Grundschülern der dritten Klasse angewendete Kimiko-Methode mini|hochkant|Wollmützen mit Kimiko-Methode von Erstklässlern mini|hochkant|Tintenfische mit Kimiko-Methode, 4. Grundschulklasse

Grundsätze Kimikos Methode folgt dem Grundsatz:

Allen Kindern die Freude, das Selbstvertrauen und die Fähigkeiten zum Malen eines Bildes zu vermitteln. Die Methode setzt hohe Ansprüche an das Talent und die Geschicklichkeit der Lehrer, die sie vermitteln, voraus. Zur Ausführung werden die drei Grundfarben und Weiß verwendet. Es werden keine Konturen (vor)gezeichnet. Die Bildgröße wird nicht festgelegt. Reicht die Malfläche nicht aus, wird sie einfach vergrößert.

Vorgehen Die Grundlage der Methode ist, zunächst nur mit den drei Grundfarben (Rot, Blau, Gelb) und mit der Farbe Weiß zu beginnen. Dazu werden in der Regel Aquarellfarben verwendet. Ziel ist es zunächst, modellhaft zu malen. Dafür stehen die drei Kategorien: Pflanzen, Tiere oder Gegenstände zur Auswahl. Zu Beginn entscheidet man, wo auf der Malfläche der erste Punkt gesetzt wird. Von dieser Stelle aus fügt man weitere Farbpunkte hinzu. In keinem Fall soll zu Beginn des Malens bereits die Größe des Bildes festgelegt werden. Hat man die Fläche des Malpapiers ausgenutzt, setzt man weiteres Malpapier an. Die Größe entscheidet sich erst, wenn das Malen beendet wird. Von Übung zu Übung können dann weitere Farben verwendet werden. Die Methode unterscheidet sich damit grundlegend von Maltechniken, bei denen zuerst die Konturen skizziert werden. Nur der Malende selbst kennt sein Modell und nähert sich im Prozess des Malens daran an. Die Methode legt damit den Schwerpunkt auf den Malprozess und nicht auf ein zu erwartendes, zuvor festgelegtes Ergebnis.

Dem modellhaften Malen von Pflanzen, Tieren und Gegenständen liegen Ideen aus der Natur zugrunde. Das Malen einer Pflanze verhält sich wie das Wachstum der Pflanze. Das Malen einer Pflanze erwächst beim Malen wie sein natürliches Vorbild. Für das modellhafte Malen von Tieren können abhängig von der Tierart verschiedene Ansätze gewählt werden. Für behaarte Tier beginnt man mit der Nase, für Vögel, Fische und Insekten mit dem Mund. Für Gegenstände verwendet man zum Malen die Reihenfolge der Arbeitsschritte, durch die sie hergestellt werden.

Zur Vorbereitung des modellhaften Malens gehört beispielsweise auch die Festlegung der Farbe des Malpapiers. Möchte man einen Schneehasen oder Sojasprossen malen, wozu die Farbe Weiß verwendet wird, dann könnte man schwarzes Malpapier, für Landschaften etwa Malpapier verschiedener Farben oder weiß verwenden. Die Größe des Pinsels muss nicht zur Größe des Modells passen.

Kimiko evaluierte ihren Unterricht, indem sie Kinder zu einer Selbsteinschätzung ermunterte.

Kritik und Konkurrenz Kimikos Methode, von Beginn an modellhaft zu malen, wurde vielfach in der Erziehungswissenschaft behandelt und auch kritisiert. Für Kinder, die nicht malen könnten, sei es schwer, auf diese Weise frei zu malen.

In Konkurrenz zu Kimikos Methode steht die von Sakai Shingo entwickelte Sakai-Methode, nach der Kinder beispielsweise während eines Ausflugs zwei verschiedene Arten Onigiri malen sollen. Zum einen ein Onigiri ähnlich wie in Manga bestehend aus einer dreieckigen Grundfläche, zum anderen sollen in eine dreieckige Grundfläche Reiskörner gemalt werden, unabhängig von der Frage, welche Fassung einem Onigiri ähnlich ist. Die Methode setzt voraus, dass zu Beginn die Antwort auf die Frage des Lehrers nach einem guten Onigiri von guten Schüler auch gut beantwortet wird, was sich in einem guten Malergebnis widerspiegelt.

Werke (Auswahl) 1982 Sangenshoku no e no gubako (, etwa: Malkasten mit drei Farben) 1985 Kyōshitsu no sabishii kizokutachi (, etwa: Die einsamen Adligen des Klassenzimmers) 1987 Uchū no mono minna egaichaō shokubutsu dōbutsu jinkōbutsu no egakikata Kimiko hōshiki , etwa: Lasst uns das Universum der Dinge malen: Pflanzen, Tiere, Gegenstände die Kimiko-Malmethode. 1989 E o egakutte to wa (, etwa: Lasst uns ein Bild malen) 1995 Sangenshoku no fīrudo nōto: nansai kara hajimete mo honmono sukkuri ni sugu egakeru 1-6 (, etwa: Aufzeichnungen im Feld zu den drei Grundfarben: in welchem Alter man auch beginnt, sofort unverfälscht malen können), 6 Bände 1999 Moderu no hakken (, etwa: Die Entdeckung des Modells)

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Anmerkungen

Einzelnachweise

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