Munjistin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Dihydroxyanthrachinonderivate.

Vorkommen und Geschichte mini|links|Färberkrapp (Tectona grandis)

Munjistin kommt in verschiedenen Pflanzen wie Färberkrapp, Rubia cordifolia, Damnacanthus indicus und Tectona grandis vor, und kann dadurch in daraus hergestellten historischen Farben und damit behandelten Gegenständen nachgewiesen werden. Die Verbindung wurde erstmals 1863 vom schottischen Chemiker John Stenhouse aus Rubia munjista isoliert, der den Namen Munjistin vorschlug. Die Identität von Munjistin wurde 1877 von Edward Schunck und Hermann Römer als Purpuroxanthin-Carbonsäure bestätigt. Der Methylester von Munjistin wurde auch in Pentas micrantha nachgewiesen. Gewinnung und Darstellung Munjistin kann durch Reaktion von Lucidin mit Silber(I)-oxid und Natriumhydroxid in Wasser gewonnen werden. Daneben existieren noch weitere Synthesemethoden.

Eigenschaften Munjistin ist ein Feststoff, der in Form von gelb braunen Nadeln aus Aceton kristallisiert.

Einzelnachweise

Kategorie:Dihydroxyanthrachinon Kategorie:Resorcin Kategorie:Hydroxybenzoesäure