David Murray Gerber (* 25. Juli 1923 in New York City, New York; † 2. Januar 2010 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Film- und Fernsehproduzent. Unter den zahlreichen Fernsehfilmen und Fernsehserien, die er als ausführender Produzent verantwortete, befindet sich die Serie Police Story – Immer im Einsatz, für die er den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Herausragende Dramaserie“ gewann.

Leben Gerber wurde 1923 in Brooklyn in New York City geboren. Er wuchs jüdisch in einem überwiegend italienischen und irischen Viertel auf – frühe Erfahrungen, die eine Affinität zu anderen Kulturen schufen. Er diente in den United States Army Air Forces während des Zweiten Weltkriegs und war über ein Jahr lang Kriegsgefangener im nationalsozialistischen Deutschland, nachdem sein B-17-Bomber abgeschossen worden war. Nach dem Krieg studierte er an der University of the Pacific in Stockton.

Am 12. Juni 1970 heiratete er die Schauspielerin Laraine Stephens, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet war. Er starb im Jahr 2010 im Alter von 86 Jahren an Herzinsuffizienz und wurde im Sholom Memorial Park beigesetzt.

Karriere Gerber war Präsident der Fernsehdivision von drei großen Studios: 20th Century Fox Television von 1965 bis 1972, Columbia Pictures Television von 1974 bis 1982 und Metro-Goldwyn-Mayer Television von 1984 bis 1992.

Er produzierte für das Fernsehen mit seiner eigenen Produktionsfirma, David Gerber Productions. Sein erstes Projekt war die Sitcom Der Geist und Mrs. Muir (1968–1970). In den folgenden Jahren produzierte er mehrere Fernsehfilme, die britische Kinderserie Here Come the Double Deckers! (1970), die Sitcom Nanny and the Professor (1970–1971) sowie das Westerndrama Cade’s County (1971–1972). 1973 begann er mit der Produktion der populären und von Kritikern gelobten Serie Police Story – Immer im Einsatz. Im Jahr 1980 produzierte er den Fernsehfilm Macht der Mächtigen, in dem seine Ehefrau eine der Rollen spielte.

Nach 1992 gründete er seine eigene Produktionsfirma – The Gerber Company. 1993 ging er eine Partnerschaft mit der ITC Entertainment Group ein, um die Produktionsfirma Gerber-ITC Entertainment Group zu gründen. 1995 wechselte er als Produzent zu All-American Television. 1998 verließ er das Unternehmen, um eine weitere Produktionsfirma zu gründen, die mit Touchstone Television verbunden war. 2003 wurde sein Vertrag verlängert.

Weitere Arbeiten als ausführender Produzent waren Jessie, Riker, Eischied, Die Entführung des Lindbergh-Babys, Nakia, Gibbsville, Hunter, Walking Tall, Quark, Today’s FBI, Seven Brides for Seven Brothers, Die Lady mit dem Colt, The Price of Love und Jack & Mike. 2006 produzierte er den dokumentarischen Fernsehfilm Flight 93 – Todesflug am 11. September – eine seiner letzten Produktionen. Sie brachte ihm eine Nominierung der Producers Guild of America in der Kategorie „Best Long-Form Television“ ein, zusätzlich zu seiner siebten Emmy-Nominierung für den Primetime Emmy Award, dieses Mal in der Kategorie „Outstanding Television Movie“.

Gerber wurde auch für sein Lebenswerk ausgezeichnet: bereits 1996 erhielt er bei den Artios Awards der Casting Society of America den „Lifetime Achievement Award“ verliehen. Am 11. Januar 2006 wurde er schließlich mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt, der sich in der 1637 Vine Street in Hollywood befindet.

Auszeichnungen 1974: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Drama Series“ () für Police Story – Immer im Einsatz (geteilt mit Stanley Kallis) 1975: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Drama Series“ für Police Story - Immer im Einsatz (geteilt mit Stanley Kallis und Christopher Morgan) 1976: Gewinner des Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Drama Series“ für Police Story - Immer im Einsatz (geteilt mit Stanley Kallis, Liam O’Brien und Carl Pingitore) 1976: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Special – Drama or Comedy“ () für Die Entführung des Lindbergh-Babys (geteilt mit Buzz Kulik) 1977: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Drama Series“ für Police Story - Immer im Einsatz (geteilt mit Liam O’Brien und Mel Swope) 1984: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Limited Series“ für George Washington (geteilt mit Buzz Kulik und Richard Fielder) 1987: Gewinner des ICG Publicists Showmanship Award in der Kategorie „Fernsehen“ 1996: Gewinner des „Lifetime Achievement Award“ () bei den Artios Awards 2006 der Casting Society of America 1998: Gewinner des „TV Producer of the Year Award“ () des American Film Institute 2002: Gewinner des Christopher Award für The Lost Battalion (geteilt mit Russell Mulcahy, James Carabatsos, Avi Levy und Tom Reeve) 2006: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame 2006: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Made for Television Movie“ () für Flight 93 – Todesflug am 11. September (geteilt mit Clara George) 2007: Nominiert für den PGA Award in der Kategorie „Outstanding Producer of Long-Form Television“ () für Flight 93 – Todesflug am 11. September (geteilt mit Clara George)

Gerber war sieben Mal für den Primetime Emmy Award nominiert, davon viermal in Folge in der Kategorie „Outstanding Drama Series“ für die Serie Police Story – Immer im Einsatz; er gewann ihn schließlich im Jahr 1976.

Er gewann im Jahr 2002 zudem den Christopher Award für „Leistungen im Fernsehen und Kabel“ für den Fernsehfilm The Lost Battalion aus dem Jahr 2001.

Filmografie (Auswahl) Fernsehfilme

Fernsehserien

Weblinks

Einzelnachweise

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