Sonoko Sasaki (; geboren 8. Juli 1939 in Suginami, Präfektur Tokio) ist eine japanische Färberin und Weberin und als solche ein Lebender Nationalschatz. Ihr Cousin ist der Bildhauer Katsura Funakoshi.

Überblick Sonoko wurde als älteste Tochter der Färberin und Textilforscherin Aiko Sasaki im Stadtbezirk Suginami in Tokio geboren. Aufgewachsen ist sie in Hiroshima, Hokkaido und Tokio. Sie studierte an der Kuwasawa Design School () in Shibuya, die sie 1963 abschloss. Danach arbeitete sie als Textildesignerin, bis sie sich im Alter von 24 Jahren dem Färben verschrieb. Von 1965 an arbeitete sie in einer Werkstatt für Naturseide (Pongé) in Fujinomiya, in der Präfektur Shizuoka. Dort erlernte sie die Herstellung handgearbeiteter Textilien und Gewebe. 1969 richtete sie zuhause eine eigene Werkstatt ein. Mit ihren geometrisch gemusterten Kimono-Stoffen nahm sie häufig an der Ausstellung für traditionelles Kunsthandwerk () teil. Von 2002 an war sie Mitglied im Vorstand der „Japan Kōgei Association“ (), die für den Schutz immaterieller Kulturgüter und die Unterstützung Lebender Nationalschätze zuständig ist. Im selben Jahr wurde sie mit der Ehrenmedaille am violetten Band für künstlerische Errungenschaften und Leistungen ausgezeichnet.

2005 wurde sie als Lebender Nationalschatz für das Bewahren der Technik handgewebter Seide ausgezeichnet. Das Fundament ihrer Arbeiten ist die Färbemethode Kasuri und die traditionelle Herstellung von Seidengeweben (tsumugi). Anlässlich einer Reise nach Rom 1993 übergab sie Johannes Paul II. bei einer Audienz ein Ornat in Kasuri-Technik. 2009 erhielt sie den Orden der Aufgehenden Sonne.

Ausstellungen (Auswahl) 1971 11. Ausstellung neuer Werke des traditionellen Kunsthandwerks, Seidenkimono „Vorfrühling“ () 1971 19. Ausstellung für traditionelles Kunsthandwerk, Kimono „Wasserhyazinthe“ () in Kasuri-Technik 1975 2. Ausstellung für traditionelles Kunsthandwerk, Seidenkimono „Pflanzencluster“ (), Orijime-Technik 1978 Einzelausstellung von Werken aus Seide gefärbt mit Kasuri-Technik 2001 48. Ausstellung für traditionelles Kunsthandwerk, Kimono „Ursprung der Sterne“ (), für den sie den Preis des Tokioter Oberbürgermeisters erhielt. 2015 im Museum für moderne Kunst in Takasaki in der Präfektur Gunma

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Einzelnachweise

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