Meret Schlegel (* 1951) ist eine Schweizer Tänzerin, Performerin und Tanzpädagogin.

Leben Meret Schlegel wuchs in einer sechsköpfigen Familie im Schweizer Mittelland auf. Schon früh war sie vom Tanz als Ausdrucksform und Kommunikationsmittel fasziniert.

Meret Schlegel lebt in Zürich.

Ausbildung Ihre ersten Tanzstunden erhielt sie von Irène Steiner (1918–1996), einer Tanzpädagogin, die das Erbe des Ausdruckstanz von Mary Wigman in der Schweiz verankerte.Irène Steiner - Tanz, wie ich ihn auffasse und gestalte (1945), Anfangs der 1970er Jahre kam Meret Schlegel dann in den USA mit der dortigen Tanz-Performance-Szene in Kontakt und nahm u. a. an Intensivworkshops von José Limón und Merce Cunningham teil (daneben besuchte sie auch Technikkurse). Diese Vorbilder und die Begegnung mit deren Arbeitsweise und Persönlichkeiten sollten sich prägend auf den Werdegang und den Lebenslauf von Meret Schlegel als Tänzerin und Performerin auswirken. Ihr Werkzeug zur Tänzerin erarbeitete sie weitgehend autodidaktisch.Schweizer Kulturpreise, aktuelles Tanzschaffen Saison 2013–2015, Neben einer Ausbildung und einer kurzen Tätigkeit als Grundschullehrerin erwarb sie schliesslich an der Universität Basel den Grad eines Master of Advanced Studies.

Künstlerische Tätigkeitsfelder 1997 gründete sie zusammen mit Roger Nydegger das „Tanztheater Dritter Frühling“ (TT3F).Tanztheater Dritter Frühling (TT3F), Localcities. Von 2000 bis 2011 leitete sie das Tanzhaus Zürich,Arnd Wesemann: Meret Schlegel renoviert das Tanzhaus Zürich. Aus: Tanz, August/September 2007. ab 2007 zusammen mit Katrin Kolo, ab 2011 mit Andrea Knoll. 2013 gründete sie zusammen mit Kilian Haselbeck die „Companie zeitSprung“.About aus - Zeit Sprung, (DE) Die beiden Stücke der Truppe, „To be or orthopädie“, gefolgt von „orthopädie or to be“ (2015), festigten Meret Schlegels Ruf als Pionierin in der freien Schweizer Tanzszene.Lilo Weber: Auf Zeitsprung, Neue Zürcher Zeitung, 24. November 2016«Orthopädie or to be»: Kilian Haselbeck/Meret Schlegel, Schweizer Kulturpreise Bundesamt für Kultur 2017 trat Schlegel und ihre „Companie zeitSprung“ mit ihrer Tanz-Performance „Komplizen“ in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten beim Beijing Dance Festival in China auf. Schon früh arbeitete sie als Tänzerin und Performerin mit Künstlerinnen und Künstler aus anderen Sparten zusammen. In Zürich 2025 gestaltete sie mit Nelly Bütikofer, ebenfalls Pionierin der freien Schweizer Tanzszene, ein „tänzerisches Kaleidoskop“, ein Mix aus Erinnerungsfragmenten und neuen Kreationen.„Meine Gedanken kräuseln sich - ich muss tanzen“, Tanzperformance Meret Schlegel/Nelly Bütikofer, MAXIM Theater, Zürich September 2025

Schlegel sieht sich in der Tradition des Ausdruckstanzes, wie er anfangs des 20. Jahrhunderts etwa von Mary Wigman und Gret Palucca initiiert wurde. Dabei werden den Tänzerinnen und Tänzern als Individuen viele Freiheiten im Ausdruck zugestanden. Die Improvisation steht im Zentrum. Dies ganz im Gegensatz zum traditionellen Ballett oder zum Volkstanz, wo Regeln für eine Truppe die Stücke und die Aufführungen dominieren.Meret Schlegel: Schlussbericht Atelier Berlin, 2019, Auszeichnungen 2013: Anerkennungspreis Stadt Zürich 2014: Tanz-Atelierstipendium der Stadt Zürich in San FranciscoFCAB 2015: Schweizer Tanzpreis zusammen mit Kilian Haselbeck für «Aktuelles Tanzschaffen».Bundesamt für Kultur Jahresbericht 2015, S. 6.

Einzelnachweise

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