Dieser Artikel behandelt die spanische Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Spanien nahm zum 17. Mal an der Endrunde teil.

Die spanische Nationalmannschaft erreichte bei dem Turnier zum zweiten Mal in ihrer Geschichte ein WM-Finale – nach der Weltmeisterschaft 2010 – und gewann auch dieses, wodurch sie zum zweiten Mal Weltmeister wurde. Im Endspiel spielte Spanien gegen Argentinien und dominierte die Partie über weite Strecken. Nach 90 Minuten war es 0:0 gestanden, das Spiel ging in die Verlängerung. In der 106. Minute fiel der einzige Treffer des Spiels.

Qualifikation Die Mannschaft qualifizierte sich über die Qualifikationsspiele des europäischen Fußballverbandes UEFA für die Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA.

Spiele Da sich die spanische Mannschaft für die Final-Four-Spiele der UEFA Nations League 2024/25 qualifiziert hatte, war sie in die Vierergruppe gelost worden, die mit der Qualifikation erst im September 2025 begann. Spanien traf in der Gruppe E auf die Türkei, Georgien und Bulgarien. Spanien gewann die ersten fünf Begegnungen ohne Gegentor, konnte sich aber erst am letzten Spieltag durch ein 2:2 gegen die Türkei für die Endrunde qualifizieren.

Insgesamt setzte Nationaltrainer Luis de la Fuente, der im März 2023 das Amt wieder übernommen hatte, 32 Spieler ein, von denen 11 im letzten WM-Kader und 20 auch im Kader für die EM 2024 standen. 18 Spieler kamen in mindestens der Hälfte der Spiele zum Einsatz, aber nur Kapitän und Torhüter Unai Simón, Mikel Merino und Mikel Oyarzabal in allen sechs Spielen. Drei Spieler – Marc Cucurella, Martín Zubimendi und Pedro Porro – kamen in fünf Spielen zum Einsatz. Jesús Rodríguez und Jorge de Frutos (je 1) hatten in den Qualifikationsspielen ihren ersten Länderspieleinsatz.

Spanien kassierte zusammen mit der Schweiz (beide zwei) nach England (keins) die wenigsten Gegentore in Europa.

Beste Torschützen waren mit sechs Toren Mikel Merino und Mikel Oyarzabal. Insgesamt trafen acht Spanier, zudem profitierten sie von einem Eigentor. Sein erstes Länderspieltor in den Qualifikationsspielen erzielte Marc Cucurella. DatumSpielortGastgeber GastErgebnisTorschützen für Spanien 04.09.2025 Sofia Bulgarien – Spanien 0:3 (0:3)Marc Cucurella, Mikel Merino, Mikel Oyarzabal 07.09.2025 Konya Türkei – Spanien 0:6 (0:3) Mikel Merino (3), Pedri (2), Ferran Torres 11.10.2025 Elche Spanien – Georgien 2:0 (1:0) Mikel Oyarzabal, Yeremi Pino 14.10.2025 Valladolid Spanien – Bulgarien 4:0 (1:0) Mikel Merino (2), Mikel Oyarzabal plus 1 Eigentor 15.11.2025 Tiflis Georgien – Spanien 0:4 (0:3) Mikel Oyarzabal (2), Ferran Torres, Martín Zubimendi 18.11.2025 Sevilla Spanien – Türkei 2:2 (1:1) Dani Olmo, Mikel Oyarzabal

Abschlusstabelle der Qualifikationsrunde

Vorbereitung Spiele Datum Ergebnis Gegner Austragungsort Anlass Torschützen für Spanien 27. März 2026 3:0 Villarreal Estadio de la Cerámica Freundschaftsspiel Mikel Oyarzabal (2), Víctor Muñoz 0:0 Cornellà de Llobregat RCDE Stadium Freundschaftsspiel 1:1 Estadio Riazor, A Coruña Freundschaftsspiel Ferran Torres 3:1 Estadio Cuauhtémoc, Puebla (MEX) Freundschaftsspiel Mikel Oyarzabal, Pedri + 1 Eigentor

Kader Die folgenden Spieler wurden am 25. Mai in den Kader berufen:rfef.es: Los 26 que buscarán volver a reinar en el Mundial

Stand der WM-Leistungsdaten: 20. Juli 2026 (nach dem Finale gegen Argentinien) Pos. Bild Nr. SpielerGeburtsdatum Länderspiel-einsätze Länderspiel-tore Verein Debüt LetzterEinsatz WM-TeilnahmenWM-Spiele(vor 2026)WM-Tore(vor 2026) Tor 50px 13 Joan García 04.05.2001 2 0 2026 4. Juni 2026 50px 1 David Raya 15.09.1995 13 0 2022 8. Juni 2026 2022 0 0 50px 23 Unai Simón 11.06.1997 58 0 2020 8. Juni 2026 8 2022 4 0 Abwehr 50px 24 Marc Cucurella 22.07.1998 24 1 2021 8. Juni 20268 1 50px 22 Pau Cubarsí 22.01.2007 12 0 FC Barcelona 2024 8. Juni 20268 1 50px 4 Eric García 09.01.2001 21 0 FC Barcelona 2020 8. Juni 2026 1 2022 0 050px 3 Alejandro Grimaldo 20.09.1995 14 0 2023 8. Juni 2026 50px 14Aymeric Laporte 27.05.1994 46 2 Athletic Bilbao 2021 8. Juni 2026 8 1 2022 3 0 50px 5 Marcos Llorente 30.01.1995 24 0 2020 8. Juni 20263 2022 1 0 50px 12Pedro Porro 13.09.1999 18 0 2021 8. Juni 2026 6 2 50px 2 Marc Pubill 20.06.2003 2 0 Atlético Madrid 2026 8. Juni 2026 1 Mittelfeld 50px 15 Álex Baena 20.07.2001 17 2 Atlético Madrid 2023 8. Juni 2026 7 1 1 50px 20Pedri 25.11.2002 41 6 FC Barcelona 2021 8. Juni 20268 1 2022 4 0 50px 16 Rodri 22.06.1996 62 4 2018 8. Juni 20268 2022 40 50px 18 Martín Zubimendi 02.02.1999 26 3 FC Arsenal 2021 8. Juni 2026 1 50px 8 Fabián 03.04.1996 42 6 2019 8. Juni 20268 1 50px 9 Gavi 05.08.2004 30 5 FC Barcelona 2021 8. Juni 20262 20224 150px 6 Mikel Merino 22.06.1996 43 10 FC Arsenal 2020 8. Juni 2026 8 2 Sturm 50px 26Borja Iglesias 17.01.1993 8 0 2022 8. Juni 2026 1 50px 25 Víctor Muñoz 13.07.2003 2 1 2026 31. März 2026 50px 10 Dani Olmo 07.05.1998 50 12 FC Barcelona 2019 8. Juni 20268 2022 4 1 50px 21Mikel Oyarzabal 21.04.1997 53 25 Real Sociedad 2016 8. Juni 20268 5 50px 7 Ferran Torres 29.02.2000 57 24 FC Barcelona 2020 8. Juni 20268 1 1 2022 4 2 50px 19 Lamine Yamal 13.07.2007 25 6 FC Barcelona 2023 31. März 20268 1 50px 11 Yeremi Pino 20.10.2002 23 4 2021 8. Juni 2026 2 2022 0 0 50px 17 Nico Williams 12.07.2002 30 6 Athletic Bilbao 2022 7. September 20256 2022 4 0

Endrunde Gruppenauslosung Für die am 5. Dezember 2025 vorgenommene Auslosung der Endrundengruppen wurde Spanien am 25. November Topf 1 zugeordnet und festgelegt, dass Spanien und Argentinien als beste und zweitbeste Mannschaft der FIFA-Weltrangliste wenn sie Gruppensieger werden erst im Finale aufeinander treffen können.fifa.com: Draw Procedures for the FIFA World Cup 2026TM

Spanien wurde als Gruppenkopf der Gruppe H gelost und erhielt als Gruppengegner WM-Neuling Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay. Kap Verde ist damit erstmals Gegner der Spanier. Gegen Saudi-Arabien wurden die bisherigen drei Spiele gewonnen, davon eins in der WM-Vorrunde 2006. Gegen Uruguay gab es in den bisherigen zehn Spielen je fünf Siege und Remis, das erste bei der WM-Finalrunde 1950 (2:2) und zudem ein torloses in der WM-Vorrunde 1990, beim Konföderationen-Pokal-2013 wurde dann im Gruppenspiel erstmals ein Pflichtspiel gegen die Südamerikaner gewonnen. Die Spanier spielten zuerst zweimal in Atlanta und mussten dann nach Mexiko umziehen um in 1580 m Höhe in Zapopan das mögliche Finale um den Gruppensieg auszuspielen.

Basisquartier der Spanier war Chattanooga, wo sie die Trainingsmöglichkeiten der Baylor School nutzen konnten.fifa.com: Alle Teamquartiere der WM 2026 im Überblick

Als Gruppensieger kehrten die Spanier zurück in die USA, wo sie im erstmals ausgetragenen Sechzehntelfinale in Inglewood auf Österreich, den Zweiten der Gruppe J trafen. Mit 3:0 setzten sie sich durch und trafen anschließend in Arlington auf den iberischen Nachbarn Portugal. Hier traf Mikel Merino, der sechs Minuten zuvor eingewechselt wurde, in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg. Danach ging es wieder nach Inglewood, wo sie gegen Belgien zwar schon in der 30. Minute in Führung gingen, kurz vor der Halbzeitpause aber das einzige Gegentor im Turnier kassierten und wieder sorgte der kurz zuvor eingewechselte Merino für die Entscheidung zu Gunsten der Spanier – diesmal zwei Minuten vor dem Spielende. Erneut in Arlington war Frankreich der Gegner im Halbfinale. Die Spanier ließen die hoch eingeschätzten Franzosen nicht ins Spiel kommen und gewannen mit 2:0. Im Finale in East Rutherford trafen sie auf Titelverteidiger Argentinien, womit erstmals in einem WM-Finale der aktuelle Europameister auf den Südamerikameister traf. Die Spanier dominierten auch dieses Spiel, konnten aber ihre Überlegenheit in der regulären Spielzeit nicht in Tore ummünzen. Erst in der Verlängerung gelang dem eingewechselten Ferran Torres der Siegtreffer.

K.-o.-Runde mini|500px|Die spanische Mannschaft mit dem WM-Pokal

Auszeichnungen Bester Spieler (Goldener Ball): Rodri Bester Torhüter (Goldener Handschuh): Unai Simón Bester junger Spieler: Pau Cubarsí

Einzelnachweise

Weblinks fifa.com: „Spanien bei der WM: Teamporträt und Historie“

Spanien Kategorie:Spanische Fußballnationalmannschaft bei Weltmeisterschaften