Odilie von Ahlden, manchmal auch Odilia von Ahlden (um 1480–um 1530), war von 1512 bis zu ihrem Tod Äbtissin des Klosters Mariensee. Sie verfasste ein auf Latein geschriebenes Gebetbuch, das auch im evangelischen Gottesdienst, wenn auch abgewandelt, in Gebrauch war.
Leben und Werk Die Lebensdaten von Odilie von Ahlden sind nicht konkret bekannt. Sie trat um 1480 als Kind in das Kloster Mariensee ein und wurde um 1500 zur Cantrix gewählt und leitete als Kantorin den Chorgesang. Zur Äbtissin des Klosters wurde sie im Jahr 1512 gewählt. Im Jahr 1522 stellte sie ihr auf Latein geschriebenes Gebetbuch fertig, welches im Kloster Mariensee aufbewahrt wird. Sie signierte dieses Gebetbuch und hielt auch fest, dass es durch sie eigenhändig handschriftlich geschaffen worden war. Dies, nachdem der Buchdruck bereits Einzug gehalten hatte. Das Gebetbuch diente zum Gebrauch während der täglichen Gebetszeiten und enthält liturgische Texte in der Tradition des Zisterzienserordens. Durch die lutherische Reformation wurden wenige Jahrzehnte nach der Entstehung der Schrift einzelne Texte für den Gottesdienst im reformatorischen Sinn geändert.500 Jahre Gebetbuch der Äbtissin Odilie (PDF), abgerufen am 6. Oktober 2025
Odilie von Ahlden starb um 1530. Sie blieb bis zu ihrem Lebensende Äbtissin des Klosters.
Für Odilie von Ahlden wurde im Kloster Mariensee ein FrauenOrt des Landes Niedersachsen eingerichtet.
Einzelnachweise
Weblinks FrauenOrt für Odilie von Ahlden
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