Rita M. Capitan ist eine Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin der Diné (Navajo) und Präsidentin des Navajo Chapters Crownpoint. Sie ist Mitbegründerin der Organisation Eastern Navajo Diné Against Uranium Mining (ENDAUM). Ihr Engagement richtet sich vor allem gegen die geplante Wiederaufnahme der Uranabbauprojekte in Crownpoint und Church Rock und setzt den Schwerpunkt auf den Schutz von Wasserressourcen, öffentlicher Gesundheit und kultureller Selbstbestimmung der Diné.

Leben und Gemeindeengagement Rita Capitan lebt in Crownpoint, der Hauptstadt der Eastern Agency der Navajo Nation Reservation. Sie bekleidet das Amt der Präsidentin des Crownpoint Chapters, in dem sie Gemeindeinteressen vertritt, Infrastrukturprojekte initiiert und begleitet und politische Arbeit mit Umwelt- und Kulturfragen verbindet. 2011 hat sie, damals noch Vice-Präsidentin des Chapters, den Aufbau von PV-Anlagen forciert, da viele Navajo Siedlungen noch immer nicht ans Stromnetz angeschlossen sind.

Die Region ist seit den 1940er-Jahren von Uranbergbau geprägt, dessen ökologische und gesundheitliche Langzeitfolgen für viele Diné-Gemeinden eine wichtige Grundlage für Capitans Aktivismus darstellen.

Aktivismus gegen Uranbergbau mini|Ausmaß der durch Sickerwasser beeinträchtigten Grundwasserverschmutzung 2009 Uranaufbereitungsanlage Church Rock (Jahrzehnte später) mini|Rathaus (Chapter House) von Crownpoint

Gründung von ENDAUM 1994 gründeten Rita Capitan und ihr Ehemann Mitchell die Organisation Eastern Navajo Diné Against Uranium Mining (ENDAUM). Anlass waren Pläne der Firma Hydro Resources, Inc. (HRI), neue Uranabbaustätten in Crownpoint und Church Rock zu erschließen. Das Unternehmen plante dabei die Verwendung der In-situ-Laugung (In-Situ Leach Mining, ISL), bei der chemische Lösungen in Grundwasserleiter injiziert werden, um Uran zu lösen.

Capitan und ENDAUM kritisierten die Risiken für das Grundwasser, das für die Gemeinden der Region die zentrale Trinkwasserquelle darstellt.

Schutz des Wassers und kulturelle Bedeutung Für Capitan ist Wasser nicht nur eine natürliche Ressource, sondern ein heiliger Bestandteil des Diné-Lebens. Sie warnt vor langfristigen kulturellen, gesundheitlichen und ökologischen Schäden durch erneuten Uranabbau.

Rechts- und Menschenrechtsarbeit ENDAUM reichte eine Petition bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (IACHR) ein, in der geltend gemacht wird, dass die Genehmigung der geplanten Minen durch US-Bundesbehörden zentrale Menschenrechte verletze, darunter:

das Recht auf Gesundheit, das Recht auf sauberes Wasser, das Recht auf kulturelle Integrität.

2021 erklärte die Kommission die Petition als zulässig. Dies wurde als bedeutender Erfolg für indigene Umwelt- und Menschenrechtsbewegungen in den Vereinigten Staaten gewertet.

Dokumentarfilm Capitan gehört zu den vier indigenen Aktivisten, die im 89-minütigen Dokumentarfilm Homeland: Four Portraits of Native Action von 2005 der Regisseurin Roberta Grossman portraitiert werden.Filmbesprechung in Variety.com Der Film gewann mehrere Preise, darunter den Audience Social Justice Award und den Award for Best Documentary des Santa Barbara International Film Festival im Februar 2005.

Siehe auch

Crownpoint Umweltgerechtigkeit

Einzelnachweise

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