mini|Raukura Turei bei der Preisverleihung der Architecture + Women NZ Awards 2023

Raukura Maria Turei (geboren 1987 in Auckland) ist eine neuseeländische Künstlerin und Architektin. Sie arbeitet im Architekturbüro Monk Mackenzie Architects mit den Māori Iwi (Maoristämmen) zusammen, um deren Gemeinschaftsprojekte zu realisieren. Ihre Malerei wurde in Neuseeland und international ausgestellt und sie trat in dem neuseeländischen Film The Dead Lands auf.

Jugend und Ausbildung Turei gehört als Māori zu den Stämmen Ngāi Tai ki Tāmaki und Ngā Rauru Kītahi. Ihr Vater ist Māori und ihre Mutter ist Pākehā. Gemeinsam mit ihrer Mutter lernten Turei und ihre Schwester schon von klein auf die Sprache der Māori.

Turei studierte Architektur an der Universität Auckland und legte 2012 den Master in Architektur mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2015 ließ sie sich beim New Zealand Registered Architects Board als Architektin registrieren.

In einem Interview mit Dale Husband im Jahr 2023 erklärte Turei, dass die Malerei ihre erste Liebe war, sie sich jedoch von einer Lehrerin überzeugen ließ, Architektur zu studieren.

Berufliche Entwicklung Kunst In ihren Gemälden verwendet Turei häufig natürliche Materialien wie Eisensand und Pigmente aus verschiedenen Landschaften. Ihre Malerei wurde als „Weg zu ihrem Whakapapa“ beschrieben: Sie nimmt die Spur zu ihrem Volk, zur Erde auf der es lebt, zu seiner Geschichte auf. Turei fühlt sich dabei von anderen Maori-Künstlern wie dem Mata Aho Collective, dem Kauae Raro Research Collective, den ĀKAU, den Pacific Sisters und den Art Aunties in ihren Zielen und ihrer Kunst getragen. 2018 schuf Turei vor Ort in der Adam Art Gallery in Wellington ein Kunstwerk namens Te poho o Hine-Ruhi für die Ausstellung The earth looks upon us (Ko Papatuanuku te matua o te tangata), das aus Ton, Acryl und Wasser auf Digitaldruck entstand.

Ihre Werke wurden in Neuseeland im Dowse Art Museum in Wellington, im Centre of Contemporary Art Toi Moroki (CoCA) in Christchurch, im Objectspace in Auckland, im Te Pātaka Toi – The Adam Art Gallery in Wellington, bei Bartley and Co. in Wellington und bei Sumer Contemporary in Tauranga ausgestellt. Auf internationaler Ebene wurden Tureis Kunstwerke 2019 auf der Tokyo Art Fair, der Sydney Contemporary Art Fair und in der Day01 Gallery in Sydney ausgestellt.

2017 erhielt sie ein Stipendium auf Rarotonga, der größten Cookinsel. Dort schuf sie die Serie Pacific Portraits. 2024 wurde Turei Artist in Residence (Stipendiatin) am Corban Estate Arts Centre in West Auckland.

Architektur Turei arbeitete im Rahmen ihres Studienabschlusses für das Architekturbüro Stevens Lawson Architects. Zunächst war sie an der Sanierung des Q Theatre beteiligt. Sie engagierte sich bei der maorischen Beratergruppe Te Rōpū Reo Whakahaere und arbeitete mit dem Architekten Pip Cheshire zusammen. Dabei stellte sie fest, dass „das Engagement in Te Ao Māori die Art und Weise, wie das Gebäude genutzt wird, bereichert hat“.

Seit 2023 ist Turei leitende Architektin bei Monk Mackenzie Architects in Auckland. Dort ist sie beteiligt am Bau von Wohnungen für Maori (Papakāinga), von maorischen Kultorten und Versammlungshäusern (Marae) und gemeinschaftsorientierten Projekten für die Stämme (Iwi).

Ein Gebäude, das ihrer Aussage nach einen großen Einfluss auf ihre eigene architektonische Praxis hat, ist das Teshima Art Museum von Ryue Nishizawa in Japan. Eine Architektin, die sie bewundert, ist die Brasilianerin Lina Bo Bardi. Besonders inspiriert hat sie auch der Mut der Architektin Anne Lacaton und ihres Partners Jean-Philippe Vassal mit dem die beiden Verwaltungen herausfordern und ungewöhnliche Ideen mit minimalem Budget umsetzen.

Turei ist Mitglied der Berufsorganisation Architecture + Women New Zealand. Sie war 2020 neben Lori Brown, Julia Gatley und Andrew Tu’inukuafe Mitglied der Jury für die Architecture + Women New Zealand Dulux Awards.

Im Jahr 2020 gewann Turei bei den Interior Awards den Preis in der Kategorie „Wohngebäude“. 2021 war Turei Jurymitglied des Wettbewerbs und gewann 2022 den Emerging Design Professional Award. Die Jury nahm dazu wie folgt Stellung: „Ihre kohärenten, ganzheitlichen Projekte zeugen von einem Streben nach Exzellenz auf höchstem Niveau, sowohl innerhalb der Te Ao Māori als auch in der gebauten Umwelt.“

Im Jahr 2002 wurde Turei bei den Architecture + Women NZ Dulux Awards mit dem Wirihana Leadership Award ausgezeichnet.

Film Sowohl in The Dead Lands, einem neuseeländischen Actionfilm, bei dem Toa Fraser Regie führte, als auch in Find Me a Māori Bride hatte Turei eine Rolle.

Für ihre Rolle in The Dead Lands war Turei Finalistin für die 2014 Rialto Channel New Zealand Film Awards. Einen Preis für die Beste Nebenrolle erhielt sie von der Manukau Urban Maori Authority.

Privates Turei ist verheiratet mit Moko. Die beiden haben zwei Kinder.

Auszeichnungen für Architektur 2012: Student & Academic Spatial, Studentin Raukura Turei, Tutor Lynda Simmons – Best Awards, The Designers Institute of New Zealand 2020: Residential category – Ōwairaka House project New Zealand Interior Awards 2022: Emerging Design Professional Award – New Zealand Interior Awards 2023: Wirihana Leadership Award

Kunst-Ausstellungen (Auswahl) Gruppenausstellungen 2013: He Whare Tangata Between Silos – kuratiert von Lynda Simmons unter Mitarbeit von Elisapeta Heta, Architecture + Women NZ Exhibition, Auckland 2014: Whare in the Bush, Warkworth 2021: Mark Work – mit einem mehrteiligen Kunstwerk namens Te Poho o Hine-Moana, Wanderausstellung, Centre of Contemporary Art Toi Moroki (CoCA), Christchurch, und Objectspace, Auckland Einzelausstellungen 2017: The Grief Series, Miss Crabb Headquarters, Auckland 2017: Untitled (pending welcome), Objectspace, Auckland 2017: SELF, Allpress Studio, Auckland 2023/24: Takoto ai te marino, The Dowse Art Museum, Wellington

Weblinks

Internetauftritt von Raukura Turei als Künstlerin Architekturbüro, in dem Turei in leitender Position arbeitet Expanded Fields Series #2: Raukura Turei -AWNZ

Einzelnachweise

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