Die Synagoge in Groß Freden befand sich in der Ostenbergstraße im Dorf Groß Freden.
Geschichte Die jüdische Gemeinde in Groß Freden war im 19. Jahrhundert Teil des Gemeindeverbunds der Region. Um den Bedürfnissen der kleinen jüdischen Bevölkerung, bestehend aus wenigen Familien, gerecht zu werden, richtete die Gemeinde einen schlichten Betraum ein. 1858 ließ die Gemeinde in der Ostenbergstraße 6 eine Synagoge errichten. Das Bauvorhaben wurde über Kredite finanziert.
Baubeschreibung Über das äußere Erscheinungsbild der Synagoge ist wenig bekannt, das Haus war ein Fachwerkbau, der Betsaal bot etwa 50 Menschen Platz. Die eigentliche Synagoge war durch ein Vorderhaus von der Straße abgeschirmt, ähnlich wie die Synagoge in Gehrden, die Synagoge Celle und die Alten Synagoge Hannover.Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen 673
Zerstörung Im März 1938 wurde die nicht mehr genutzte Synagoge und das Grundstück vom letzten Gemeindevorsteher verkauft. Dennoch warfen SS-Männer am 10. November 1938 einen angezündeten Strohballen in das Gebäude. Die Intervention des neuen Besitzers verhinderte die Zerstörung des Gebäudes. Es kam im Verlauf der Pogrome in Groß Freden außerdem zu Verhaftungen und Verwüstungen jüdischen Eigentums.Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen 675
Siehe auch Liste der im Deutschen Reich von 1933 bis 1945 zerstörten Synagogen
Weblinks Groß Freden auf juedische-gemeinden.de Die Synagoge Groß Freden auf jewish-places.de
Einzelnachweise
Gross Freden Gross Freden Kategorie:Judentum im Landkreis Hildesheim Kategorie:Freden (Leine)