mini|Martin Jäger (1990) Martin Jäger (* 1953) ist ein Schweizer Politiker (SP). Er war von 2011 bis 2018 Mitglied der Bündner Regierung und übernahm 2015 turnusgemäss das Regierungspräsidium.

Leben und Engagement Martin Jäger wurde in Zürich geboren und wuchs in Samedan und Schiers auf. Er absolvierte das Gymnasium (Matura Typus A) sowie das Oberseminar an der EMS Schiers und arbeitete über 20 Jahre lang als Primarlehrer in Pany und Chur. Er ist Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Er ist seit 1976 Aktivmitglied im Jodelclub Calanda Chur.

Jäger ist Präsident der Naturfreunde Graubünden und Vorstandsmitglied der Naturfreunde Schweiz.

Politik Martin Jäger war von 1979 bis 1983 und von 1987 bis 2010 Mitglied des Grossen Rat des Kantons Graubünden (Legislative). Er war von 1974 bis 1986 Sekretär der SP Graubünden und gleichzeitig Mitglied des schweizerischen Parteivorstandes. Später war er Mitglied des Vorstandes und Kassier des WWF Graubünden und Präsident des Gewerkschaftsbundes Chur. Im Jahr 1990 kandidierte er zum ersten Mal – damals erfolglos – für einen Sitz in der Bündner Regierung. Von 1997 bis 2008 war er Churer Stadtrat (Exekutive). Sein Departement umfasste acht Dienststellen (Stadtschule, Gewerbliche Berufsschule, Schulzahnklinik, Soziale Dienste, Kultur, Feuerwehr, Zivilschutz, Forst- und Alpverwaltung).

Am 13. Juni 2010 wurde er mit 16'034 Stimmen in die Bündner Regierung gewählt. Damit ist er der dritte sozialdemokratische Regierungsrat des Kantons Graubünden. In seinem Wahlkampf besuchte er alle 150 Täler und 186 Gemeinden mit dem Velo oder zu Fuss. Als Regierungsrat leitete Jäger das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement, welchem er bis 2018 vorstand. Bei den Regierungsratswahlen vom 18. Mai 2014 wurde er von der Bündner Bevölkerung für eine zweite Amtszeit gewählt. 2015 wurde er turnusgemäss zum Regierungspräsidenten gewählt und war damit Bündner Regierungschef. In seiner Amtszeit wurde das Bildungswesen und die Kulturförderung modernisiert. So prägte er die Revision des Schulgesetzes, des Mittelschulgesetzes sowie des Kulturförderungsgesetzes und konnte jeweils eine grosse Mehrheit des Parlamentes von seinen Vorhaben überzeugen. Zudem konnte er sowohl als Stadtrat wie auch als Regierungsrat Erfolge bei sämtlichen Volksabstimmungen erzielen.

Trivia Ein Schönheitsrechner der ETH Zürich erkor Martin Jäger 2016 zum schönsten Gesicht der Bündner Regierung.

Einzelnachweise

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