mini|hochkant|Flurkreuz in Ruppen
Das Flurkreuz in Ruppen, einem Gemeindeteil der Stadt Kronach, ist ein unter Denkmalschutz stehender Gedächtnisstein im oberfränkischen Landkreis Kronach.
Beschreibung Das im 19. oder 20. Jahrhundert entstandene Flurkreuz steht östlich der Einmündung der Kreisstraße KC 12 aus Vogtendorf in die Bundesstraße 173/303 nach Kronach und Unterrodach neben dem ebenfalls als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragenen Anwesen Ruppen 9 an der Nordseite der Bundesstraße.
Der Sandsteinsockel des Flurdenkmals ist seitlich konkav geformt und wird von einem Rundbogen abgeschlossen, die Basis zeigt angedeutetes Bruchsteinmauerwerk. Unter dem Rundbogen befindet sich an der Stirnseite als Relief ein Stern mit acht Zacken, in dem gerahmten Feld darunter sind der Text „Renov.“ und die beiden Jahreszahlen „1925“ und „1984“ eingemeißelt. Die Flächen des gusseisernen Kreuzaufsatzes sind mit reliefiertem Rankenwerk verziert. Am Fuß des Kreuzes kniet die Figur der Maria Magdalena, unterhalb des Korpus Christi befindet sich über einem Engelskopf eine rechteckige Schrifttafel. In der Vierung des Kreuzes ist eine Inschrifttafel mit den Buchstaben „INRI“ angebracht, die von einem Strahlenkranz und einem Ring aus aneinander gereihten Blumenblüten umgeben ist.
Das Flurkreuz wurde am Standort eines abgegangenen Bildstocks errichtet, der große Ähnlichkeit mit dem Bildstock vor dem Anwesen Ruppenweg 9 gehabt haben soll. Es steht neben einem ehemaligen Bahnübergang der weitgehend stillgelegten und zurückgebauten Bahnstrecke Kronach–Nordhalben. Die am Sockel erwähnte Renovierung im Jahr 1925 erfolgte zum Gedenken an den Lenker eines Fuhrwerks, der beim Überqueren der Bahngleise von einem Zug erfasst und getötet wurde.
Anmerkungen In der Bayerischen Denkmalliste wird als Entstehungszeitraum für das Flurkreuz das 19. Jahrhundert angegeben, Autor Roland Graf nennt in seinem Buch hingegen das Jahr 1925 als Zeitpunkt für die Errichtung des Denkmals.
Literatur
Weblinks , Aktennummer D-4-76-145-390
Kategorie:Baudenkmal in Kronach