Harro von Have (* 17. März 1957 in Hamburg) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Filmproduzent, der auf Film- und Medienrecht spezialisiert ist. Er ist Mitgründer mehrerer auf die Filmbranche ausgerichteter Kanzleien und als Dozent für Filmrecht tätig.

Leben Harro von Have wurde als Sohn des Hamburger Kaufmanns Heins von Have in eine hanseatisch geprägte Familie geboren.

Er studierte zunächst Geschichte, Politik und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und anschließend Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin, wo er 1986 das zweite juristische Staatsexamen ablegte.

Beruflicher Werdegang Im Jahr 1990 gründete von Have die auf Film- und Medienrecht spezialisierte Kanzlei Unverzagt von Have. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2019 gehörte er zu den Mitbegründern der Kanzlei Von Have Fey, in der er seine anwaltliche Tätigkeit in einer überörtlichen Sozietät fortführt.

Tätigkeit im Filmrecht Von Have ist insbesondere im Bereich des Film- und Urheberrechts tätig. Er war an der rechtlichen Beratung und Finanzierung zahlreicher Filmproduktionen beteiligt, darunter Edward Bergers „Im Westen nichts Neues“ (2022), der neun Oscar - und sieben BAFTA-Nominierungen erhielt, sowie Fatih Akıns „Aus dem Nichts“, (2017) der mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet wurde.

Zu seinen Mandanten zählen Filmschaffende und Künstler wie Hape Kerkeling, Otto Waalkes, Fatih Akın, Edward Berger, Oliver Masucci, Klaus Maria Brandauer, Uli Edel und Oskar Roehler. In einem öffentlich beachteten Verfahren vertrat er zudem den Geiger David Garrett.

Seit 2016 lehrt von Have als Dozent für Filmrecht und Filmfinanzierung an der Hamburg Media School, deren Kuratorium er ebenfalls angehört.

Er ist Autor und Mitautor mehrerer juristischer Fachpublikationen, darunter des Kommentars zum Filmförderungsgesetz (C.H. Beck Verlag, 2005) und von Beiträgen zur Filmfinanzierung und Filmförderung im „Handbuch des Film-, Fernseh- und Videorechts“ (C.H. Beck Verlag, 2021).

Produzententätigkeit Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist von Have als Filmproduzent aktiv. Er wirkte bei zahlreichen Produktionen in rechtlicher Funktion sowie als Produzent mit.

Zu seinen Produktionen gehören unter anderem:

Catweazle (2021), mit Otto Waalkes, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis Horst Schlämmer sucht das Glück (2026) mit Hape Kerkeling Seneca (2023) mit John Malkovich Bad Director (2024) von Oskar Roehler Aus dem Nichts (2017) von Fatih Akın

Von Have ist Geschäftsführer der Honeybird Film GmbH & Co. KG, die Filme wie Samba in Mettmann (2004), Cheese (2007), Horst Schlämmer – Isch kandidiere! (2009), Ein Mann, ein Fjord! (2015) und Horst Schlämmer sucht das Glück (2025) sowie die Fernsehserie Club Las Piranjas produziert hat.

Literatur Harro von Have: Kommentar zum Filmförderungsgesetz, C.H. Beck Verlag, München 2005.

Harro von Have (u. a.): Beiträge zur Filmfinanzierung und Filmförderung, in: Handbuch des Film-, Fernseh- und Videorechts, C.H. Beck Verlag, 2021.

Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:Jurist Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann