ANTIFA – Schulter an Schulter, wo der Staat versagte ist ein deutscher Dokumentarfilm. Er wurde von leftvision produziert und 2024 veröffentlicht. Regie führten Marco Heinig und Steffen Maurer. Im Fokus stehen fünf Aktivisten der Antifa-Bewegung der 1990er und 2000er Jahre.
Handlung Die Antifa-Doku befasst sich mit den Erfahrungen, Motivationen, Aktionsformen und Herausforderungen von antifaschistischen Aktivisten, primär in Ost- und Westdeutschland, während der späten 1980er und 1990er Jahre. Die Erzählung wird durch persönliche Interviews und Anekdoten der Protagonisten getragen, die ihre Anfänge in der Bewegung, ihre Konfrontationen mit Neonazis und die gleichzeitige staatliche Repression beleuchten.
Die Aktivisten blicken auf ihre jahrelange antifaschistische Praxis mit einem Gefühl des Stolzes auf die erreichte Wirkmacht und die innere Stärkung, aber auch mit einer kritischen Distanz und der Sorge über die aktuelle politische Entwicklung zurück. Die meisten Protagonisten würden grundsätzlich wieder denselben Weg einschlagen und sehen keinen prinzipiellen Fehler in ihrer damaligen Haltung. Die Organisation und der Kampf in Ostdeutschland und generell hätten die Welt heute zu einer anderen gemacht, da die Antifa viele Themen erst thematisiert habe.
Hintergrund Die Filmemacher sind Teil des Kollektivs „leftvision“, das seit über 15 Jahren verschiedene Proteste und Bewegungen filmt. Ihr erster Film, Hamburger Gitter über die Ereignisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg, hatte Erfolg, ebenso wie Rise Up, der neben einer Kino-Auswertung auf Netflix gestreamt wurde.
Kritik Die Tageszeitung urteilt: „Was so entsteht, ist eine gelungene, vielschichtige Selbstreflexion der antifaschistischen Bewegung, die einige aktuelle Fragen zum Umgang mit Faschismus aufwirft.“
Lukas Hoffmann schreibt auf Kino-Zeit: „Das Team von Leftvision dokumentiert das Vorgehen der Antifa bei packendem Erzähltempo, zeigt, wie reflektiert der Großteil der Szene ist, und stellt neben faktischen Fragen zum Vorgehen der Organisationen auch moralische Fragen zu Militanz, Sachbeschädigung und den Grenzen von Selbstverteidigung.“
Carina Book rezensiert bei AK: „Die Protagonisten wirken nahbar, sympathisch und reflektiert. Mit beeindruckender Leidenschaft berichten sie von ihren Erlebnissen. Der Film bietet einen biografischen Zugang, vermittelt vor allem den Vibe jener Zeit und hält gleichzeitig auch Wissen bereit, das bisher noch in keinem Film dokumentiert wurde.“
Weblinks Antifa Film (offizielle Seite)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2024 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Wirtschaftsethik