mini|Gewölbereste der Henningsmühle Die Henningsmühle war eine 1692 entstandene Papiermühle am Pludderbach, einem Nebenfluss der Recknitz, der die Gemarkungsgrenze zwischen der Stadt Laage und dem Gut Subzin markierte.
Geschichte Ursprünglich lag die Mühle etwa 1 km südlich von Laage. Erst nach dem Bau der Eisenbahn wurde die Stadt in Richtung der Ortschaft Henningsmühle erweitert.Mehlgarten: Verkehrs-Handbuch für das correspondirende Publikum nebst Verzeichnis sämmtlicher Ortschaften in den Großherzogthümern Mecklenburg-Schwerin und -Strelitz, Parchim 1886, S. 53.Mastaler, S. 184.
Benannt nach der langjährigen Inhaberfamilie Henning diente die frühere Pacht- und Erbmühle zur Papierherstellung. Später wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugsort der Laager Bürger. Es gab eine Gastwirtschaft mit großem Saal und Bühne für Theateraufführungen. Der zugehörige Park am Pludderbach war ein Landschaftsidyll. 1929 brannte das Mühlengebäude vollständig ab und wurde bis 1930 neu errichtet. Ab 1937 nutzte es die Hitlerjugend. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es zeitweilig eine Seuchenstation für Typhuskranke. In der DDR-Zeit fungierte es als „Station junger Touristen“ und zuletzt als Bahnbetriebsschule. Wegen Schwammbefalls wurde das Gebäude in den 1980er Jahren abgerissen.
Literatur Wilhelm Mastaler: Die Wassermühlen des ehemaligen Kreises Güstrow und ihre Geschichte, 2. Aufl., Güstrow 2009/2012/2016 (Online) Fritz Kähler: Die alte Papiermühle bei Laage in: Mecklenburg. Zeitschrift des Heimatbundes Mecklenburg. 25. Jg. 1930, Heft 1, S. 6–9 (Online) Messtischblatt 2040 Laage (1928) Ausschnitt
Einzelnachweise
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