mini|hochkant|Wappen derer von Rorup im Wappenbuch des Westfälischen Adels Rorup (auch Rodorp, Rodorpe, Rodope o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht hatte seinen namensgebenden Stammsitz in Rorup, heute ein Ortsteil von Dülmen im Kreis Coesfeld. Es erscheint urkundlich ab dem 13. Jahrhundert. Heinrich von Rorup (Rodope) tritt 1265 und 1283 als Zeuge auf.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 101u / Domkapitel Münster / Urkunden, Nr. 0 - III R Nr. 5. und Nr. 0 - III F Nr. 2., abgerufen am 23. November 2025. Die Familie hatte das Markengericht und das Patronat über die Roruper Kirche und den Pfarrhof inne. 1361 verkaufte Hinric von Rodope sein Haus Rorup mit der Kirche, der Holzgerechtigkeit und weiteren Rechten an Bernhard von Merveldt. Heinrich war mit einer Sophia verheiratet. Die Eheleute hatten sechs Kinder: Lubbert, Diederich, Herman, Johan, Heinrich und Rotther. Später wohnte die Familie auf Haus Rorup bei Senden.Spießen (1901–1903), S. 107.Fahne (1858), S. 338.

1443 war ein Hinrich von Rodorpe Gograf zu Senden.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Lob.Byi.Uk / Byink, Urkunden, Nr. Lob.Byi.Uk - 53, abgerufen am 23. November 2025. 1544 tauschten die Brüder Hinrick, Claws und Laurentius van Rodorpe Leibeigene aus dem Kirchspiel Senden mit Nese, Witwe des Bernd van der Tynnen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 133u / Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Barnsfeld / Urkunden, Nr. 345, abgerufen am 23. November 2025. Die Brüder hatten eine Schwester namens Katharina von Rorup, die 1556 bereits verstorben war.Stadtarchiv Münster, B-Acta jud / Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten), Nr. 520, abgerufen am 23. November 2025.

Der Letzte der Familie im Mannesstamm war der oben genannte Claws/Niclas von Rorup zu Senden († 1594), der Jürgen von Drolshagen genannt Rorup adoptierte.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Sta.Uk / Urkunden, Nr. Sta.Uk - 696, abgerufen am 23. November 2025.

Eine mit Bernhard Hast verheiratete Anna Rorup erscheint noch 1595. Sie war ebenso ein uneheliches Kind des oben genannten Laurenz von Rorup zu Senden und der Margarete uff den Weingarden wie auch die mit dem Schneider Hermann Harmeyer in Senden verheiratete, 1584 oder früher an der Pest verstorbene Maria Rorup und der Kaspar/Jaspar Rorup.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Lob.Byi.Uk / Byink, Urkunden, Nr. Lob.Byi.Uk - 492, abgerufen am 23. November 2025.Stadtarchiv Münster, B-C Civ / Causae Civiles (Zivilprozessakten), Nr. 1531 und B-Acta jud / Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten), Nr. 88, abgerufen am 23. November 2025.

Wappen Blasonierung: In Gold ein schräges rotes Gitter. Auf dem Helm mit rot-goldenen Helmdecken ein roter und ein goldener Flügel.

Das Wappen findet sich am Kamin im Haus Havixbeck. Aufgrund urkundlicher Belege und der Wappenverwandtschaft mit den Edelherren von Dülmen, die zuletzt 1308 vorkommen,Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 44 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 104 (uni-duesseldorf.de). den von Merveldt, den von Norendin und den von Empte gilt eine Stammesverwandtschaft dieser Familien als sicher.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 338 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 107 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 268 (hhu.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht