mini|270px|Kapelle St. Martin

Mönchsambach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Mönchsambach hat eine Fläche von 12,941 km². Sie ist in 1151 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11243,02 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Dippach und Wolfsbach.

Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur an der Mittelebrach. Die Bundesstraße 22 führt nach Mönchherrnsdorf (2 km westlich) bzw. nach Dürrhof (1,4 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Dippach (1,9 km südöstlich) und nach Büchelberg (2,8 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde um das Jahr 1000 als „Santbach“ erstmals urkundlich genannt. 1303 wurde der Ort „Wulfrichsambach“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Ulfrich, ein Grundherr des Ortes. Lehensherrn waren die Grafschaft Castell und das Hochstift Würzburg. Im 13./14. Jahrhundert gelangte das Kloster Ebrach in Besitz der Anwesen.P. Schneider: Steigerwald, S. 165.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mönchsambach 16 Anwesen (8 Höfe, 3 Güter, 2 Gütlein, 1 Mühle) und 1 Badstube. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach. Neben den Anwesen gab es eine Schmiede, die der Kommune gehörte.H. Weiß: Bamberg, S. 148.

Im Jahre 1802 kam Mönchsambach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Mönchsambach gebildet, zu dem Wolfsbach gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Mönchsambach, zu der Dippach und Wolfsbach gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Mönchsambach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 256. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 12,959 km².

Am 1. Januar 1972 wurde Mönchsambach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.

Baudenkmäler In Mönchsambach gibt es vier Baudenkmäler: Haus Nr. 18: Brauerei Zehendner Haus Nr. 24: Katholische Kapelle St. Martin Haus Nr. 26: Bauernhof mit Austragshaus Haus Nr. 31: Bauernhaus

Einwohnerentwicklung Gemeinde Mönchsambach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 317 396 391 399 397 403 417 399 400 396 387 392 367 360 356 367 366 363 354 473 525 464 355 369HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 57 58 59 60 61 62 65 68 Quelle

Ort Mönchsambach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2024Einwohner 123 119 133 125 119 125 199 130 143 127 86 79Häuser 19 19 20 21 23 24 27 Quelle

Religion Mönchsambach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1000 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg