Die Cincinnatistraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Obergiesing-Fasangarten (Nr. 17) von München.
Verlauf mini|Straßenschilder Cincinnatistraße/General-Kalb-Weg Die Straße zweigt knapp östlich der Bundesautobahn 995, Anschlussstelle 1 München-Giesing, von der Lincolnstraße nach Süden ab und wendet sich in großem Bogen nach Nordosten. Sie durchzieht dabei die gesamte, erst 1951 nach München eingemeindete, auch als Ami-Siedlung bekannte Siedlung am Perlacher Forst, die in den 1950er Jahren für die in Deutschland stationierten US-Soldaten und ihre Familien auf dem Nordteil des bis dahin gemeindefreien Perlacher Forsts errichtet worden war und Anfang der 1990er Jahre an die Bundesvermögensverwaltung kam. Sie endet im Osten am Auguste-Kent-Platz nahe der S-Bahn-Station Fasangarten der S-Bahn-Linie 3.
Geschichte mini|Cincinnatistraße 51, 53, 55 mini|Das in den 1990er Jahren aufgestockte Haus Cincinnatistraße 59 Die Straße entstand im Rahmen der Errichtung der „Ami-Siedlung“ und wurde unter Berücksichtigung der Wohngewohnheiten der US-Soldaten mit einem überbreiten Straßenausbau geschaffen. An ihr wurden zahlreiche Sozialeinrichtungen (Schule, Kino, PX-Laden, Krankenhaus) errichtet. Mit dem Abzug der US-Truppen in den 1990er Jahren kam die Siedlung an die Bundesvermögensverwaltung, die teilweise Privatisierungen und eine Nachverdichtung vornahm. Das Krankenhaus wurde zunächst als Bundeswehrkrankenhaus und ab 1994 als neues Quartier für das Bundespatentgericht und Dienststellen des Deutschen Patent- und Markenamts genutzt. 2023 kam die Münchner Abteilung der in Paris ansässigen Zentralkammer des supranationalen Einheitlichen Patentgerichts hinzu. Der Abriss des Kinos wurde durch eine Bürgerinitiative verhindert; der Kinobau wurde 2014 unter Denkmalschutz gestellt.
Öffentlicher Personennahverkehr Die Straße wird im Osten durch den S-Bahn-Haltepunkt Fasangarten der WS-Bahn-Linie S 3 erschlossen.
Namensgeber Die Straße ist nach der Münchner Partnerstadt Cincinnati in Ohio, Vereinigte Staaten von Amerika benannt. Die Stadt leitet ihren Namen wiederum von dem altrömischen Politiker Lucius Quinctius Cincinnatus ab.
Bemerkenswerte Gebäude mini|Filmtheater Cincinnati mini|Kapelle Maria Königin der Märtyrer mini|Dienstgebäude Bundespatentgericht Nr. 31: Family-Theatre, ehemaliges Theater der Amerikanischen Siedlung, jetzt Kino „Filmtheater Cincinnati“, eingeschossiger Bau mit sehr flach geneigtem Walmdach und vorgelagertem Eingangsbau, 1954, unter Denkmalschutz (Denkmalliste D-1-62-000-9548) Nr. 60a: Katholische Kuratiekirche Maria Königin der Märtyrer, erbaut 1969 Nr. 63: Schulzentrum Perlacher Forst Nr. 64: Dienstgebäude Bundespatentgericht (früher amerikanisches Krankenhaus), jetzt auch Einheitliches Patentgericht Literatur Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 57.
Einzelnachweise
Weblinks
Die Cincinnatistraße im München Wiki Die Cincinnatitraße auf der Website von Stadtgeschichte München
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