Dębiny () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski. mini|Ortsansicht Dębiny

Geographische Lage Dębiny liegt in einer Schleife der Pasłęka im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 25 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Pasłęk bzw. 15 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Braniewo. Die Pasłęka trennte hier das historische Gebiet des (katholischen) Ermlands vom (evangelischen) Oberland.

Geschichte Das einstige Borchersdorf schrieb sich erst nach 1820 Borchertsdorf.Dietrich Lange: Borchertsdorf, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Seine erste Erwähnung erfolgte am 2. Juni 1289, als der Landmeister des Deutschen Ordens, Meinhard von Querfurt, hier Land zuweist. Im Jahre 1820 zählte der Ort 211 Einwohner. Im Jahre 1874 kam Borchertsdorf zum neu errichteten Amtsbezirk Lauck (polnisch Ławki) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Lauck

1885 hatte Borchertsdorf 403 Einwohner, im Jahre 1900 waren es noch 341.Meyers Gazetteer: Borchertsdorf Am 30. September 1928 wurde die Waldfläche Vorwerk Friedrichshof (polnisch Sośnica) des Gutsbezirks Lauck (polnisch Ławki) nach Borchertsdorf eingemeindet, außerdem die Exklave Borchertsdorf Wald (polnisch Dębiny Leśne) aus dem Gutsbezirk Schlodien (polnisch Gładysze).

Die Einwohnerzahl von Borchertsdorf belief sich 1933 auf 307 und 1939 auf 301.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland

Im Jahre 1945 erhielt Borchertsdorf die polnische Namensform „Dębiny“ als es mit dem gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen abgetreten wurde. Das Dorf ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Dębiny 52 Einwohner. mini|Dorfplatz

Religion Borchertsdorf war bis 1945 in den Sprengel Lauck der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Lauck-Ebersbach (polnisch Ławki-Stare Siedlisko) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary) eingegliedert.

Heute gehören die evangelischen Kirchenglieder zur Kirchengemeinde in Młynary der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, die katholischen Kirchenglieder zur Kirche der Verklärung des Herrn in Wilczęta im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg (Elbing).

Verkehr Dębiny erreicht man von Stare Siedlisko aus auf einer Nebenstraße, die dort von der Woiwodschaftsstraße 506 abzweigt und über Dębiny Leśne führt. Früher verlief sie über eine Pasłęka-Brücke bis nach Płoskinia. Eine weitere Straße führt von Ławki aus nach Dębiny.

Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1289 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Wilczęta