Das Redressement National war eine 1936 in der Schweiz gegründete rechtsbürgerliche Vereinigung.

Geschichte Das Redressement National wurde 1936 von rund 50 Personen als Reaktion auf die eher aus linken Kreisen lancierte Kriseninitiative von 1935 gegründet. Die unter dem Namen Verein Aktionsgemeinschaft Nationaler Aufbau, respektive Aktionsgemeinschaft Nationaler Wiederaufbau/Redressement nationalLe Redressement national: lieu de coordination méconnu de la bourgeoisie suisse, ETH-Archiv für Zeitgeschichte, Jahresbericht 2024 gegründete Organisation sollte als Koordinationsstelle für Abstimmungskämpfe dienen. Ziel war es, ein Gegengewicht zu bilden gegen den Ruf nach Verstaatlichung, Zentralisierung und Abbau der Demokratie.

Ab 1941 wirkte Eduard Seiler im Sekretariat sowie ab 1943 als Geschäftsleiter.Rudolf Rohr: Zum Hinschied von Eduard Seiler, NZZ vom 19. März 1976, Nr. 66, S. 38. Als solcher erstellte er Schriften, schrieb Eingaben und lancierte Aktionen. 1952 hatte Seiler das erste “Giessbach-Seminar” als Vernetzungsanlass für junge Akademiker initiiert, welches mindestens 25 Jahre durchgeführt wurde.Das "Redressement National", SRF, 8. Oktober 1976 1974 schied Eduard Seiler aus der Geschäftsleitung des Redressement aus. Sein Nachfolger wurde Rudolf Rohr, der von 1974 bis 1998 als Direktor wirkte und von 1981 bis 2001 für die FDP im Aargauer Grossen Rat sass.Liberalismus pur - Zum Hinschied von Rudolf Rohr, NZZ, 6. November 2001, S. 15

Das Schweizer Fernsehen zitierte 1976 eine Schrift von 1961, in welchem das Redressement National es als die Aufgabe der Völker des Westens sah, ein «geistiges und militärisches Bollwerk gegen die kommunistische Herrschaft» zu bilden. Das Redressement betreibe Öffentlichkeitsarbeit und benutze Initiativen und Referenden. Um 1976 gab es laut Eigenangabe 1400 Vereinsmitglieder, der Verein verfügte dabei über ein jährliches Budget von bis zu einer halben Million Franken. Das Redressement lancierte unter anderem Anfang der 1980er Jahre eine Volksinitiative zum Ausgleich der Kalten Progression.Berner Tagwacht, Band 90, Nummer 245, 20. Oktober 1982, S. 3 Nach dem Rückzug der Initiative zugunsten des GegenvorschlagsEidgenössische Volksinitiative 'für den Ausgleich der kalten Progression', Bundeskanzlei, Version 11. November 2025 wurde 1985 die automatische Eliminierung der kalten Progression im Gesetz der Bundessteuer verankert. Zuvor hatte das Redressement den Konjunkturartikel bekämpft, wobei das Referendum im März 1975 vom Volk angenommen wurde, jedoch das Ständemehr verpasste.Konjunkturartikel swissvotes.ch

Schon 1961 war der Name auf Vereinigung für Freiheit, Föderalismus und Recht geändert worden und der Verein konzentrierte sich auf Bundesfinanz- und Steuerfragen. Nach 2001 nannte er sich Liberale Aktion.HLS Eine gleichnamige Stiftung wurde 2010 errichtetLiberale Aktion und 2017 gelöscht.Liberale Aktion, UID-Register, Schweizerische Eidgenossenschaft Der Bestand des Redressement National befindet sich im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich.

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Einzelnachweise

Kategorie:Politische Gruppierung (Schweiz) Kategorie:Vereinsgründung 1936 Kategorie:Historische Organisation (Schweiz)