Georg Lorenz Löw (* 10. November 1810 in Bornheim; † 6. Februar 1874 in Frankfurt am Main) war ein Buchdrucker und Politiker in der Freien Stadt Frankfurt.
Leben Löw heiratete am 28. Januar 1838 Maria Magdalena Becker (* in Bornheim; † 10. November 1881 in Frankfurt am Main), die Tochter des Johannes Becker und der Marie Elisabethe Ulmann. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:
Johannette Maria Seelig, geb. Löw (* 24. November 1838 in Bornheim; † 29. Januar 1885 in Frankfurt am Main), heiratete am 28. Juni 1859 in Bornheim den Schneidermeister Johann Heinrich Seelig (* 9. August 1826 in Bornheim; † 5. Oktober 1904 in Frankfurt am Main) Friedrich Löw (* 12. Juni 1841 in Bornheim; † 9. Januar 1925 in Frankfurt am Main), Buchdrucker, heiratete am 19. August 1865 in Bornheim Eva Klein (* 20. Dezember 1839 in Bornheim; † 4. April 1917 in Frankfurt am Main) Johann Andreas Löw (* 23. August 1851 in Bornheim; † 19. September 1911 in Frankfurt am Main), Buchdrucker und Schriftsetzer, heiratete am 25. September 1871 in Frankfurt am Main mit Augusta Hummel (* 28. November 1848 in Ahl (heute Bad Soden-Salmünster); † 4. April 1924 in Frankfurt am Main) Justinian Löw (* 14. Mai 1856 in Bornheim), Zeichner, heiratete am 12. Oktober 1881 in Frankfurt am Main Catharina Maria Ziller (* 3. Oktober 1856 in Frankfurt am Main)
Löw lebte als Buchdrucker in Bornheim. Er wurde als Mitglied des Bundes der Geächteten verfolgt und in Frankfurt verurteilt.Leopold Friedrich Ilse: Geschichte der politischen Untersuchungen, welche durch die neben der Bundesversammlung errichteten Commissionen, der Central-Untersuchungs-Commission zu Mainz und der Bundes-Central-Behörde zu Frankfurt in den Jahren 1819 bis 1827 und 1833 bis 1842 geführt sind, 1860, S. XXIV, Digitalisat. Während der Märzrevolution war er einer der Gründer und Vorstandsmitglied der örtlichen Druckergewerkschaft „Typographia“ (gegründet am 1. Mai 1848) und nahm Pfingsten 1848 als Leiter an der National-Buchdruckerversammlung in Mainz teil, auf der der Nationale Buchdrucker-Verein gegründet wurde.Judit Pàkh: Frankfurter Arbeiterbewegung in Dokumenten 1832–1933: Vom Hambacher Fest bis zum Ersten Weltkrieg, 1832–1914, 1994, S. 77. Er war auch Präsident des Frankfurter Committees des Vereins.François Martin: Geschichte der Lohnkämpfe der Buchdrucker von 1848 bis auf die heutigen Tage, ein Beitrag zur Achtstundenbewegung, 1890, S. 47, 50, 65, Digitalisat.
Am 25. Oktober 1848 wurde er in die Constituierende Versammlung der Freien Stadt Frankfurt gewählt. Von 1855 bis 1862 gehörte er der Gesetzgebenden Versammlung der Freien Stadt Frankfurt an.
Literatur Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 246.
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Einzelnachweise
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