Myśliniec () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Myśliniec liegt am Ostufer der Baude () im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 18 Kilometer südwestlich der früheren Kreisstadt Braunsberg (polnische Braniewo) bzw. 20 Kilometer nordwestlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Bis 1945 war Jägeritten in zwei Ortschaften unterteilt: die Försterei und die Mühle Jägeritten.
Jägeritten (Forsthaus) Das einstige Gut und Försterei Jägeritten (bis 1871 Jägritten) war dem Staatsforst Födersdorf (polnisch Piórkowo) im ostpreußischen Kreis Braunsberg zugeordnet.Dietrich Lange: Jägeritten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Es galt al eine Ortschaft der Födersdorfer Oberförsterei und zählte im Jahre 1910 sieben Einwohner.Meyers Gazetteer: Födersdorf
Am 30. September 1928 wurde die Exklave Jägeritten des Gutsbezirks Födersdorf, Forst, in die Landgemeinde Tiedmannsdorf (polnisch Chruściel) im gleichnamigen Amtsbezirk eingegliedert.
Jägeritten (Mühle) Direkt neben dem Forsthaus Jägeritten lag die Mühle Jägeritten.Dietrich Lange: Jägeritten-Mühle, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Es handelte sich um eine Wassermühle, die man vor 1820 noch Curausche Mühle und nach 1820 Mühlenetablissement Jägeritten nannte. Bis 1945 war die Mühle Jägeritten mit der dazugehörigen Wohnsiedlung der Gemeinde Bludau (polnisch Błudowo) im Kreis Braunsberg zugeordnet. Im Jahre 1910 waren hier neun Einwohner gemeldet.Meyers Gazetteer: Bludau, Kr. Braunsberg
Myśliniec Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen kam, wurden die beiden bisherigen Ortschaften Jägeritten zu einer Ortschaft zusammengefasst. Sie erhielten wohl zunächst die gemeinsame Namensform „Jegryty“, die zu einem unbestimmten Zeitpunkt jedoch in „Myśliniec“ umgeändert wurde. Heute ist der Ort auch unter dem Namen „Myśliwiec“ bekannt.
Myśliniec ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Forsthaus und auch Mühle Jägeritten war bis 1945 in die evangelische Kirche in Mühlhausen i. Ostpr. in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 während das Forsthaus römisch-katholischerseits zur Pfarrei Tiedmannsdorf und die Mühle zur Pfarrei Bludau, beide im Erzbistum Ermland gelegen, gehörte.
Heute gehört Myśliniec katholischerseits zu Bludowo und evangelischerseits zu Młynary.
Verkehr Myśliniec liegt an einer Nebenstraße, die von der Woiwodschaftsstraße 505 bei Błudowo (Bludau) bis nach Kurowo Braniewskie (Kurau) führt. Außerdem endet eine von Nowe Sadłuki (Gut Neu Sadlucken) kommende Straße in Myśliniec.
Die nächste Bahnstation war und ist seit 1906 Kurau resp. Kurowo Braniewskie an der nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Teilabschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Młynary