mini|Iván Poduje Iván Slavko Poduje Capdeville (* 1968 in Santiago de Chile) ist ein chilenischer Architekt, Stadtplaner, politischer Kommentator und Politiker. Seit 11. März 2026 ist er Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung im Kabinett Kast.
Bekannt wurde er durch seine Beteiligung an Debatten über Stadtentwicklung und soziale Integration sowie durch Auftritte in chilenischen Medien. 2018 erhielt er den Benjamín-Vicuña-Mackenna-Preis in der Kategorie Stadtplanung für seine aktive Teilnahme an der öffentlichen Diskussion.
Poduje ist Autor mehrerer Bücher über urbane Desintegration und fehlende Planungsstrategien als Faktoren nationaler Instabilität.
Zu den Projekten, an denen er beteiligt war, gehören die Umsetzung der Metrolinie 6 und die Erweiterung der Linie 3, der Parque del Río Mapocho in Vitacura, die Neugestaltung der Avenida Vitacura sowie die Erneuerung der Küstenpromenade an der Avenida La Marina in Viña del Mar.
Biografie
Ausbildung Poduje wurde 1968 in Santiago de Chile als Sohn von Dinko Poduje – chilenischer Kroate – und Laura Capdeville geboren.
1985 begann er sein Architekturstudium an der Päpstlichen Katholischen Universität von Valparaíso in Viña del Mar. Anfang der 2000er Jahre schloss er ein Masterstudium in Stadtentwicklung an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile ab, wo er bis 2020 als Professor tätig war. Zudem unterrichtete er im Auslandsprogramm der Stanford University.
Beruflicher Werdegang Während der zweiten Amtszeit von Sebastián Piñera beriet Poduje den Wohnungsminister Cristián Monckeberg von der Partei Renovación Nacional im Rahmen eines Programms zur Regenerierung historischer Stadtviertel, darunter Paseo Bulnes, das Viertel Las Cenizas in Valparaíso und die Insel Guacamayo in Valdivia.
Er war außerdem an Projekten zur Erneuerung von benachteiligten Stadtgebieten in Quilicura, Cerro Navia, Talca, La Pintana und Puente Alto beteiligt. Auch die Gestaltung öffentlicher Räume in Lo Barnechea, Maipú und Conchalí gehörte zu seinen Arbeiten.
Politische Laufbahn 2016 trat er dem Kampagnenteam der Präsidentschaftsvorkandidatur von Ricardo Lagos (PPD) bei, die von der Koalition Nueva Mayoría jedoch zugunsten von Alejandro Guillier abgelehnt wurde.
2021 wurde Poduje von der damaligen Präsidentschaftsvorkandidatin Evelyn Matthei (UDI) engagiert, um Projekte zur Regeneration von Vierteln unter der Kontrolle des Drogenhandels fortzuführen.
Seit 2022 ist Poduje regelmäßiger Diskussionsteilnehmer in der Fernsehsendung Sin filtros, die für ihren konfrontativen Stil bekannt ist. In diesem Rahmen setzte er sich sowohl beim Referendum von 2022 als auch beim Referendum von 2023 für die Beibehaltung der Verfassung von 1980 ein.
2024 kandidierte Poduje als parteiloser Kandidat, unterstützt von der Mitte-Rechts-Koalition Chile Vamos, für das Amt des Bürgermeisters von Viña del Mar, unterlag jedoch Macarena Ripamonti.
Werke
Bücher
Gran Valparaíso: Debates, ideas y propuestas de ciudad (2018), Atisba Ediciones. Siete Kabezas: Crónica urbana del estallido social (2020), Editorial Uqbar. Chile Tomado (2023), Editorial Uqbar.
Aufsätze
„Malles en Santiago. De centros comerciales a centros urbanos“ (2009). Revista de Estudios Públicos.
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Chile) Kategorie:Stadtplaner Kategorie:Politiker (Chile) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Katholischen Universität von Valparaíso Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile Kategorie:Chilene Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann