Weißenhaid ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Weißenhaid liegt in der Gemarkung Voitsumra.

Geographie Das Dorf bildet mit Zechenhaus und Schönlind im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt nördlich des Weißenstadter Forst-Süd am Fuße des Schneeberges (). Durch den Ort fließt der Zinnbach. Die Kreisstraße WUN 1/BT 13 zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 303 bei der Höhenklinik Bischofsgrün (4 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2180 bei Bad Weißenstadt (2,2 km nordwestlich). Die Kreisstraße WUN 2 nach Voitsumra zur St 2180 (1,5 km nördlich). Ein Anliegerweg führt zur Weißenhaider Mühle (0,4 km südwestlich). Unmittelbar südlich von Weißenhaid liegt das ehemalige Zinnerzbergwerk, das als Geotop ausgezeichnet ist.

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1317 als „Wizzenheyde“ erstmals urkundlich erwähnt: Berthold von Henneberg gaben u. a. diesen Ort als Reichsafterlehen an die Herren von Hirschberg weiter. 1408 war „Wizzenhaide“ in den Händen der Burggrafschaft Nürnberg. In deren Rechtsnachfolge gelangte es an Brandenburg-Kulmbach. Es lag im Fraischbezirk des Sechsamtes Weißenstadt. 1499 bestand Weißenhaid aus zwei Höfen und zwei Halbhöfen. Außerdem gab es ein sehr ertragreiches Zinnbergwerk und zwei Hammerwerke. 1676 bestand der Ort aus sechs Halbhöfen und einem Hirtenhaus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 214f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Weißenhaid dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Voitsumra und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Voitsumra zugeordnet. 1836 brannte bei einem Großband das halbe Dorf ab. Am 1. Januar 1978 wurde Weißenhaid im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weißenstadt eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 123 194 169 156 142 156 144 98 112 108 96HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 27 26 27 28 28 31 Quelle

Religion Weißenhaid ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Bad Weißenstadt) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Bad Weißenstadt) Kategorie:Ersterwähnung 1317