Karolinenhain ist ein Gemeindeteil der Stadt Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Karolinenhain liegt in der Gemarkung Schwarzenhammer.

Geographie Der Weiler besteht aus vier Einzelanwesen, die verstreut auf einem Höhenrücken der Selb-Wunsiedler Hochfläche liegen. Der Bibersbach, ein rechter Zufluss der Eger, umfließt diesen von Süden kommend und bei Holzmühl die Richtung in Nordosten verändernd. Ein Anliegerweg führt nach Holzmühl (0,9 km südwestlich).

Geschichte Der Wunsiedler Zuckerfabrikant Florentin Theodor Schmidt erwarb 1812 den Ruggenwald zur Bauholz- und Holzkohlegewinnung. 1813 ließ er mitten im Wald ein Landhaus errichten und nannte dieses zu Ehren seiner Verlobten Juliane „Linnenhain“.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 317. Es wurde die Keimzelle der nach und nach entstehenden Streusiedlung. Außergewöhnlich für die Gegend war eine Windmühle, die etwa bis Mitte des 20. Jahrhunderts dort stand und mit der vor allem Knochenmehl hergestellt wurde.Karolinenhain auf marktleuthen.de

Karolinenhain wurde auf dem Gemeindegebiet von Hebanz gegründet (1953 in Schwarzenhammer umbenannt). Am 1. Januar 1978 wurde Karolinenhain im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktleuthen eingemeindet.

Baudenkmäler In Karolinenhain gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 2: Bauernhof Haus Nr. 3: Wohnstallhaus mit sogenannter Knochenmühle

Einwohnerentwicklung Jahr 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 24 23 18 24 23 18 13 12 7HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 4 5 5 4 5 3Quelle

Religion Karolinenhain ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Marktleuthen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Marktleuthen) Kategorie:Weiler im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Erbaut 1813