Die römisch-katholische Kirche St. Wolfgang ist ein Bauwerk in Erfweiler. Sie gehört zum Bistum Speyer und ist dort die einzige Kirche, die unter dem Patronat von Wolfgang von Regensburg steht. Sie steht unter Denkmalschutz.

Lage Die Kirche steht mit der Hausnummer 58 an der Ostseite der Winterbergstraße am Westfuß des Hahnberg. Östlich der Kirche verläuft der Hohlweg.

Architektur Das Gotteshaus ist ein neugotischer Saalbau mit Glockenturm und quer zum alten Kirchenschiff gestellten Anbau von 1969. Der neugotische Teil ist mit spitzbogigen Maßwerkfenstern und einer großen Fensterrose über dem Portal an der Giebelwand im Südwesten gestaltet, der Anbau mit drei verglasten dreieckigen Giebeln.

Geschichte mini|links|Blick vom neugotischen Kirchenschiff in den Chor des modernen Anbaus Baubeginn der Kirche, die nach Plänen des Architekten Wilhelm Schulte I. entstand, war 1900. Eingeweiht wurde sie ein Jahr später am 1. Mai 1901. Der Vorgängerbau aus dem 18. Jahrhundert wurde daraufhin abgerissen. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg war die neue Kirche für die wachsende Bevölkerung des Ortes zu klein, sodass 1969 der bisherige Chor abgerissen wurde. An der Stelle dieses nach Nordosten ausgerichteten alten Chors wurde ein Neubau aus drei Teilen mit jeweils einem Spitzgiebel angeschlossen, der sich von dort nach Südosten in den Hang neben der Kirche hinein erstreckt. Der erste Teil ist wieder Chorraum mit Altar, zu dem die Gottesdienstbesucher sowohl aus dem alten Kirchenschiff als auch aus dem Neubau heraus schauen können. Bis Ende 2015 war sie Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei St. Wolfgang. Seit 2016 bildet sie eine Filiale der in Dahn ansässigen Pfarrei Hl. Petrus.

Zusammen mit dem Anbau an die Kirche wurde auch die Ausstattung verändert. Auffallend ist die große Kreuzigungsgruppe aus Beton in einer abstrakten Ausführung im Chorraum hinter dem Altar. Teile der neugotischen Einrichtung sind als Seitenaltäre erhalten.

Die Orgel wurde 1914 von G. F. Steinmeyer & Co. aus Oettingen gebaut und 2001 auch von diesem Unternehmen restauriert. Sie hat zwölf Register auf zwei Manualen und Pedal mit pneumatischer Spiel- und Registertraktur.Organindex. Abgerufen am 26. Oktober 2025.

Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.

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