Otoniya Juliane Okot Bitek (* 1966 in Kenia) ist eine ugandische Lyrikerin und Romancierin. Sie wurde mit dem Gedichtband 100 Days bekannt, der 2017 den Glenna Luschei Prize for African Poetry erhielt. Ihr Roman We, the Kindling (2025) war im Erscheinungsjahr in der Vorauswahl für den Giller Prize und Finalist für den Atwood Gibson Writers’ Trust Fiction Prize.

Leben Okot Bitek wurde in Kenia geboren und zog im Jahr 1990 nach Kanada; sie ist eine Tochter des ugandischen Dichters Okot p’Bitek. Sie erwarb an der University of British Columbia einen Masterabschluss und promovierte später; sie lehrt heute im Black-Studies-Programm der Queen’s University mit einer gemeinsamen Berufung in Gender Studies und Englisch.

Wirken 100 Days entstand als hunderttägiges Gedichtprojekt zur Erinnerung an den Völkermord in Ruanda und wurde 2016 in Buchform veröffentlicht. Für 100 Days wurde Okot Bitek im Jahr 2017 mit dem Glenna Luschei Prize for African Poetry ausgezeichnet. Mit A Is for Acholi (2022) befasst sie sich mit den Erfahrungen als Angehörige der Acholi in der Diaspora; der Band gewann 2023 den Dorothy Livesay Poetry Prize. Die Sammlung Song & Dread (2023) enthält Gedichte aus der Zeit der ersten Phase der COVID-19-Epidemie. We, the Kindling folgt in vielstimmiger Form Frauen, die als Schulkinder von der Lord’s Resistance Army entführt wurden, und verwebt Zeugnisse mit Mythen der Acholi und Lango.

Einzelnachweise

Kategorie:Lyrik Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Ugander Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Frau