mini|hochkant|Wangui wa Goro (2009) Wangui wa Goro (* 1961)Manon Diederich: Literarisches und übersetzerisches Schaffen jenseits des weißen Blicks. Wangui wa Goro kämpft für mehr Vielfalt auf dem Literaturmarkt. In: Stimmen Afrikas in Muttersprachen! Ein Dossier von stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V. mit der Redaktion Welt-sichten, 4/5-2020, S. 18 (PDF). ist eine kenianische Übersetzungswissenschaftlerin, Übersetzerin, Autorin und Aktivistin. Sie wurde durch ihre englische Übersetzung von Ngũgĩ wa Thiong’os Matigari und die Übertragungen seiner Kinderbuchreihe Njamba Nene bekannt. Seit 2024 ist sie Professorin an der SOAS University of London; zudem wirkt sie am African Leadership Centre des King’s College London.

Leben Wa Goro wurde in Kenia geboren und verlegte ihren Lebensmittelpunkt später ins Vereinigte Königreich, wo sie unter anderem Sprachen und Erziehungswissenschaften studierte. 2005 promovierte sie an der Middlesex University mit einer Dissertation über Heterosexismus in der Übersetzung.Wangui wa Goro: Heterosexism in translation: a comparative study of Ngugu Wa Thiong O's Caitani Mutharabaini (Devil on the Cross) and Matigari Ma Njiruung (Matigari). Middlesex University, 2005, .

Wa Goro ist als öffentliche Intellektuelle und Publizistin im Vereinigten Königreich tätig. Sie brachte sich wiederholt mit feministischen Beiträgen in ostafrikanischen Debatten ein; so äußerte sie sich mit pointierten Stellungnahmen zu Geschlecht und Sexualität. Auch im deutschsprachigen Raum war sie in kultur- und sprachpolitischen Zusammenhängen präsent, etwa im Umfeld des Berliner Ballhaus Naunynstraße.

Wirken Als Übersetzerin übertrug sie Ngũgĩ wa Thiong’os Matigari (1989) ins Englische und übersetzte aus dem Kikiyu die Kinderbücher Njamba Nene and the Flying Bus (1986), Njamba Nene and the Cruel Chief (1988) und Njamba Nene’s Pistol (1990). Sie prägte als Kuratorin und Moderatorin das Literaturfestival Africa Writes der Royal African Society, etwa mit dem Symposium Africa in Translation: What’s Love Got to Do with It? Zudem leitete sie Kurse zur literarischen Übersetzung im Rahmen von Africa Writes. Als Fürsprecherin afrikanischer Sprachen koordinierte sie im Jahr 2022 die erste African Languages Week der Afrikanischen Union. An der SOAS fördert sie seit 2024 den Ausbau von Übersetzungswissenschaften, afrikanischen Sprachen und die Professionalisierung der Swahili-Lehrkräfteausbildung; zugleich wirkt sie im African Leadership Centre des King’s College London.

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Einzelnachweise

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