Kraskowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage Kraskowo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 18 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 20 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().

Geschichte Das Dorf Schönflies, dessen Name sich erst nach 1785 als Schönfließ schrieb,Dietrich Lange: Schönfließ, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) war 1820 von 166 Menschen bewohnt. Im Jahre 1874 wurde es in den Amtsbezirk Neu Münsterberg (polnisch Nowe Monasterzysko) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Neu Münsterberg Im Jahre 1885 zählte es 267 Einwohner.

Am 17. September 1894 wurde die Landgemeinde Schönfließ vom Amtsbezirk Neu Münsterberg in den Ortspolizeibezirk/Stadt Mühlhausen i. Ostpr. umgegliedert. Die Zahl der Einwohner belief sich im Jahre 1910 auf 218, im Jahre 1933 auf 237 und im Jahre 1939 auf 241.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen kam, erhielt Schönfließ die polnische Namensform „Kraskowo“. Heute ist der Ort mit dem Ortsteil Gardyny-Leśniczówka (Gardienen) eine Ortschaft im Verbund der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Kraskowo 116 Einwohner.

Religion Bis 1945 gehörte Schönfließ evangelischerseits zur Stadt Mühlhausen i. Ostpr. in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 ebenfalls römisch-katholischerseits zur dortigen Pfarrei.

Der Bezug zur Stadt Młynary besteht auch heute für beide Konfessionen.

Verkehr Kraskowo liegt an einer Nebenstraße, die die Stadt Młynary mit Kurowo Braniewskie (Kurau) verbindet und bis nach Nowe Sadłuki (Neu Sadlucken) und Wielkie Wierzno (Groß Rautenberg) führt.

Kurowo Braniewski ist die nächste Bahnstation. Sie liegt an der nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Teilabschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn.

Einzelnachweise

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