Die Herren des Morgengrauens ist ein Romanfragment von Peter O. Chotjewitz. Er erschien erstmals 1978 im Rotbuch Verlag in Berlin.
Beschreibung Die Handlung spielt zur Zeit des Deutschen Herbsts 1977. Der Protagonist Fritz Buchonia wird wegen Anstiftung zu Straftaten vor Gericht vorgeladen und kommt in Untersuchungshaft. Dieser Vorgang wird detailliert wiedergegeben. Außerdem erfährt der Leser vom damaligen angespannten sozialen Klima, das von Angst und Misstrauen geprägt war. In einem Einschub erzählt Buchonia von einem Campingurlaub in Masuren, bei dem er die Bekanntschaft mit Touristen aus der DDR gemacht hat.
Um die Eindrücke verarbeiten zu können, beginnt Buchonia einen autobiographisch gefärbten Roman, dessen Hauptfigur Fritz Westphal heißt. In dieser Binnenerzählung lässt Buchonia seine Romanfigur nach Traunstein und nach Wien reisen. In Traunstein nimmt Westphal an der Beerdigung seines Freundes Andi teil, der möglicherweise aus einem politischen Grund ermordet worden ist. In Wien lernt er den verklausulierten Umgang mit Politik in den Gesprächen der Kaffeehäuser kennen.
Die Handlung springt wieder zurück zu Fritz Buchonia, der nach Verbüßung seiner Strafe Karriere als Schriftsteller macht.
In einem Anhang, der mit Unvollendete Kapitel und Notizen aus Buchonias Plastiktüte betitelt ist, werden alternative Handlungsstränge, wie etwa eine Übersiedelung Buchonias in die DDR, angeboten.
Kritik
Literatur Ausgaben Peter O. Chotjewitz: Die Herren des Morgengrauens. Rotbuch Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-88022-201-0.
Sekundärliteratur Philipp Jedamzik: Peter O. Chotjewitz (1934–2010), Die Herren des Morgengrauens (1978). In: Göttinger Rechtszeitschrift 2/2023, S. 20.
Einzelnachweise
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch)