Die Weimarer Mulde ist eine Senke in der flachen Hügellandschaft des Thüringer Beckens an der Ilm in Thüringen. Die Stadt Weimar liegt inmitten der Weimarer Mulde.

Die Weimarer Mulde ist nach dem Osten hin offen und wird im Norden durch den Ettersberg (Höhe 478 m) sowie in den Randlagen durch allmählich ansteigende Muschelkalkhöhen begrenzt. Im Südosten schließt das Ilmtal mit den Weimarer Ortsteilen Oberweimar und Ehringsdorf an.

Über Muschelkalk und Keuper, Löß und Bodenausbildungen als Schwarzerde befinden sich in der Senke tonige und flachgründige kalkreiche Böden.Manfred Salzmann: Naturraum. In: Weimar und seine Umgebung. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme im Gebiet von Weimar und Bad Berka, 1999, S. 2–5. Manfred Salzmann: Naturräumliche Voraussetzungen der Besiedlung. In: Weimar und Umgebung. Von der Urgeschichte bis zum Mittelalter. 2001, S: 82–95, hier S. 24.

An Fließgewässern existieren in der Weimarer Mulde neben der Ilm einige Bäche, die von Westen her die Triassenke durchfließen und in die Ilm münden.

In der Mulde bildeten sich zu Warmzeiten Quellkalke, deren verfestigte Ausprägung bis etwa 2020 in den im südlichen Stadtgebiet gelegenen Travertin-Steinbrüchen abgebaut wurden.

Literatur Manfred Salzmann: Naturraum. In: Weimar und seine Umgebung. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme im Gebiet von Weimar und Bad Berka. 1999, S. 2–5. Manfred Salzmann: Naturräumliche Voraussetzungen der Besiedlung. In: Weimar und Umgebung. Von der Urgeschichte bis zum Mittelalter. 2001, S. 82–95.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Weimar) Kategorie:Senke