Hajasoa Vololona Picard (* 1956 in Antananarivo) ist eine madagassisch-französische Linguistin, frankofone Schriftstellerin und Politikerin, die vor allem auf La Réunion gewirkt hat. Sie wurde insbesondere durch den Gedichtband De jaspe et de sang (1998) bekannt. In der Kommunalpolitik war sie Anfang der 2010er-Jahre Beigeordnete (adjointe) der Hauptstadt Saint-Denis von La Réunion.

Leben Picard wurde 1956 in Antananarivo geboren. Nach dem Baccalauréat studierte sie Sprach- und Literaturwissenschaften und wurde 1981 an der Universität Paris-Sorbonne mit einer Arbeit zur Syntax des Tsimihety promoviert. In den frühen 1980er-Jahren lehrte sie an der Universität Antananarivo und setzte ihre akademische Laufbahn später an der Universität La Réunion fort. Zeitgleich dazu engagierte sie sich in der Parti socialiste auf La Réunion und übernahm kommunalpolitische Ämter in Saint-Denis.

Wirken Als Schriftstellerin veröffentlichte sie 1998 den Lyrikband De jaspe et de sang in der Reihe La Roche écrite bei den Éditions Grand Océan in Saint-Denis. Der Band enthält eine Vorrede des madagassischen Dichters Élie Rajaonarison. Zeitgenössische Kritik hob Themen wie die Erfahrung von Diskriminierung, die Verbundenheit mit Madagaskar sowie Anspielungen auf Landschaften, Rituale und das famadihana hervor Formell greift Picard traditionelle malagassische Formen wie das hain-teny auf, etwa in Vieille chanson d’Imerina.

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