Mbarek Ould Beyrouk (; geb. 1957 in Atar) ist ein mauretanischer Schriftsteller und Journalist. Für seinen Roman Le Tambour des larmes wurde er 2016 mit dem Prix Ahmadou-Kourouma ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr den Prix du roman métis des lycéens.
Leben Nach einem Jurastudium wandte sich Beyrouk dem Journalismus zu. Ende der 1980er-Jahre gründete er Mauritanie demain, den ersten unabhängigen Titel des Landes, den er bis 1994 leitete. Später wirkte er als kultureller Berater der mauretanischen Präsidentschaft in Nouakchott. Er schreibt aus erklärter Vorliebe auf Französisch.
Wirken Beyrouks Werk ist im Sahara-Raum angesiedelt und befassen sich mit seinen Gesellschaften und Spannungen zwischen Tradition und Moderne. Sein Debütroman Et le ciel a oublié de pleuvoir erschien 2006 bei der Fondation Dapper. Im Jahr 2009 folgte der Erzählband Nouvelles du désert bei Présence Africaine. 2013 veröffentlichte er bei Elyzad den historischen Roman Le griot de l’émir. Mit Le Tambour des larmes (Elyzad) erzielte er den Durchbruch; das Buch wurde 2016 mit dem Prix Ahmadou-Kourouma und dem Prix du roman métis des lycéens ausgezeichnet. Der Kurzroman Je suis seul erschien 2018 und erzählt vom Sturz einer Wüstenstadt in die Gewalt von Dschihadisten. 2021 legte er den Roman Parias bei Sabine Wespieser vor. Ins Englische übertragen wurde unter anderem Le Tambour des larmes als The Desert and the Drum (Dedalus, 2018; Übersetzung: Rachael McGill). Eine deutsche Übersetzung von Le Tambour des larmes erschien 2026 unter dem Titel "Das Tamtam der Tränen".
Einzelnachweise
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