mini|Rüstung des jugendlichen Sigismund II. August von 1533 Die Waffenkammer auf dem Wawel (polnisch Zbrojownia na Wawelu) ist eine museale Dauerausstellung, die 1930 auf dem Krakauer Wawelhügel eröffnet wurde. Sie wird von der Kulturinstitution Königsschloss auf dem Wawel – Staatliche Kunstsammlung verwaltet.

Beschreibung Es ist wenig über die ursprüngliche königliche Waffenkammer auf dem Wawel bekannt. Während der Schwedischen Sintflut wurde sie 1655 von den Schweden geplündert und die meisten königlichen Waffen aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden nach Schweden gebracht. Ab 1905 verließ die österreichisch-ungarische Armee den Wawel und die Gebäude auf dem Burgberg wurden restauriert. Es kam die Idee auf, alte Sammlerstücke weltweit aufzukaufen, soweit sie mit dem polnischen Königshof in Verbindung standen. Sammler vermachten auch ihren Besitz dem Wawel. Eine besondere große Gabe erfolgte 1919 durch die polnische Armee. 1930 wurde schließlich die Institution Königsschloss auf dem Wawel – Staatliche Kunstsammlung gegründet, die die Verwaltung der Sammlungen übernahm. Seit diesem Jahr wurden die Waffensammlungen auf dem Wawel öffentlich zugänglich gemacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie für die Rückführung der geraubten Sammlung auf den Wawel zuständig. Die Sammlung wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg auch durch Stiftungen und Geschenke bereichert. Zu den wertvollsten Sammelstücke zählen Rüstungen und Waffen aus dem Spätmittelalter, der Renaissance und dem Barock.

Literatur Kazimierz Kuczman, Wzgórze Wawelskie – Przewodnik, [Państwowe Zbiory Sztuki na Wawelu, Ministerstwo Kultury i Sztuki, Zarząd Muzeów i Ochrony Zabytków], Kraków 1988 Petrus J., Zbrojownia zamkowa na Wawelu, Kraków 1982.

Waffenkammer auf dem Wawel Kategorie:Museum in Krakau Kategorie:Militärmuseum in Polen Kategorie:Museumsgründung 1930